Archiv für April 2008

Sonoma, Sausalito und Uta’s neuer fahrender Outdoor-Schrank

April 27, 2008

Am Samstag machten wir uns auf den Weg nach Sonoma, das mitten im kalifornischen Weingebiet Napa Valley liegt. Es befindet sich ca. 2h noerdlich von Redwood City. Man faehrt durch San Francisco, ueber die beeindruckend Golden Gate Bridge und dann durch das Napa Valley. Uta musste am Samstag ihren ‘heissgeliebten’ Mietwagen zurueckgeben (‘Was fuer eine Schaukel, da wird man ja auf Dauer seekrank!’), daher benoetigten wir einen entsprechenden Ersatz. Uta war etwas unentschieden, was es denn werden sollte, da sie etwas kaufen wollte, das genuegend Gepaeck, Mountainbikes, Klettersachen und Outdoor-Utensilien transportieren kann. Des weiteren sollte es eine gute Farbe haben, also nicht die von den Amerikanern so heissgeliebte Goldmetallic-Lackierung. Zusaetzlich sollte es auch genuegend Platz fuer vier Leute haben. Der Autohaendler hatte etwas in seinem Angebot, das alle diese Kriterien erfuellte und seiner Meinung nach das PASSENDE Auto fuer Uta sei. Ich hatte da meine kleinen Zweifel…. aber ich wollte mich nicht einmischen:

Aus irgendeinem unerfindlichen Grund, konnte sie sich nicht fuer das Auto erwaermen, obwohl der Haendler wirklich alle Wuensche erfuellt hatte. Ok, das Radio war wirklich nicht so toll, wahrscheinlich war dies der Grund. Also weitersuchen, wir werden das richtige Auto sicher noch finden. Amerikaner kaufen normalerweise ein Auto aus einer Laune heraus, meistens innerhalb einer Stunde, dann wird uns dies an einem ganzen Tag auch gelingen. Wir kamen nun nach Sonoma, einem wirklich huebschen, kleinen Staedtchen, umgeben von Weinbergen und Kellereien.

Aber wir hatten ja noch eine wichtige Aufgabe zu loesen. Da war es ploetzlich: das Auto, das Uta’s Herz im Sturm erobert hat. Es hatte alles: interessante Lackierung, viel Stauraum und viele Extras, die wirklich einzigartig waren, sogenannte unique selling points, wie das Marketing dies nennt:

Leider hatte dieses huebsche Auto bei der Probefahrt voellig versagt, was wirklich keiner zuvor gedacht hatte, aber so leicht kann man sich irren (daher IMMER eine Probefahrt machen und nicht den schoenen Versprechungen des Haendlers glauben :-) ). Nach diesen Erlebnissen sind wir zu dem Haendler gefahren, bei dem wir mein Auto gekauft hatten, was bisher ein wirklich guter Kauf war. Er hatte uns ein Auto vorgeschlagen, was auch Uta’s Kriterien erfuellte und ihr auch auf Anhieb gleich gefiel (erkennbar an ihrem Strahlen im Gesicht). Es ist fuer jegliche Art von Outdoor-Aktivitaeten geruestet, was der Name Audi alroad auch schon assoziiert.

Unter den Augen des Autohaendlers fuehrte sie ihr ‘normales’ Autotestprogramm durch, was fuer einen amerikanischen Car Dealer nicht gerade alltaeglich ist: Sitze umlegen, Heckklappe oeffen, in der Laenge sich auf die Gepaeckflaeche legen, Fahrrad einladen, usw. Ihr wisst wahrscheinlich von was ich rede.. Zu guter letzt, wurden Kletterrucksack eingeladen und Uta war gluecklich. Geschafft!

 

Nach etwa 17 Unterschriften und dem Ausstellen eines Schecks, konnten wir dann die Heimreise antreten.

Kalifornien hat viel zu bieten, daher entschieden wir uns, einen Abstecher nach Sausalito zu machen. Dies liegt gegenueber von San Francisco, und ist ein pittoreskes kleines Staedtchen mit Hafen, huebschen Cafes, Restaurants und einer wirklich tollen Wohngegend. Eine Vielzahl von Segelbooten praegen das maritime Bild. Die Gegend heisst bezeichnenderweise Marin County, ein gut gewaehlter Name.

Man hat von Sausalito einen schoenen Blick auf Angel Island & San Francisco, was einen besonderen Flair hat.

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Die verschiedenen Gesichter von Redwood City – Wohlfuehlen auf amerikanische Art

April 20, 2008

Die letzten Tage waren wir etwas auf Entdeckungsreise in unserem kleinen Staedtchen – Redwood City – und haben dabei voellig unterschiedliches Flair entdeckt. Wir wollen euch mit solchen Highlights wie Einkaufszentrum oder Auffahrt zur Highway nicht langweilen, das findet ihr wieso als ‘must-see’ in jedem besseren Reisefuehrer (falls es gerade in euerem Reisefuehrer nicht zu finden ist, habt ihr euch mal wieder einen Ladenhueter aufschwatzen lassen  :-)   ).

Ihr habt euch sicher schon gefragt, woher der Ort seinen Namen hat. Der Verdacht liegt nahe, dass sich die Indianer in einem Wald versammelt haben und nach langem Beraten und Feieren den Beschluss fassten, eine City an diesem schoenen Platz zu bauen (Red – Wood – City). Knapp daneben, aber trotzdem falsch. Ein Blick in unsere Strasse hilft euerer mueden Phantasie etwas auf die Spruenge (manchmal sieht man den Wald vor lauter Baeumen nicht …):

 

 Es koennte bei dem Bild der Eindruck entstehen, dass es hier zwar Autos (oder auch was die Amerikaner darunter verstehen) gibt, aber nur Baeume und keine Haeuser. Stimmt die Geschichte mit den Indianern doch, und alle wohnen hier in Tipis? Ich sehe schon die Zahl der besuchswilligen in den einstelligen Bereich fallen, aber diese Angst ist voellig unbegruendet. Es gibt hier auch Haeuser! Na gut, qualitaetsmaessig sind diese nur sehr schwer mit deutscher Wertarbeit & Gruendlichkeit zu vergleichen, sie haben eher den Aufbau eines guten deutschen Gartenhauses. Hauptsache es sieht gut aus, die Amerikaner stehen mehr auf Marketing & Verpackung:

 Nun aber zum Heart of the City. Die Stadtverwaltung hat sich den schoensten Platz in der Einkaufsstrasse ausgesucht. Ich denke der Buergermeister hat sich ein bischen wie ein kleiner Praesident gefuehlt und sich bei der Auswahl des Gebaeudes davon inspirieren lassen. Er wollte wohl keine Horden kaffee- oder sandwich-hungriger Touristen in den Gaengen haben, die das Gebaeude mit einem Starbucks Coffee oder McDonalds verwechseln. Das ist ihm auf jeden Fall gelungen:

Aber ‘unser’ Redwood City hat noch vieles mehr zu bieten. Es soll ja Interessierte unter euch geben, die dem Wassersport sehr zugewandt sind. Auch fuer diese Spezies haben wir einen Vorschlag. Wir sind dem Schild Port of Redwood City mehr oder wenig zielstrebig (‘Meinst Du wir sind noch richtig? Aber da stand doch ein Schild! Typisch Maenner, nur nicht fragen!’) gefolgt und haben das nautische Zentrum entdeckt. Es wimmelt hier von High-Tech-Schiffen, die den letzten Stand der Technologie in sich vereinigen und bei jeder einigermassen hochrangigen Regatta wie der Teufel gefuerchtet sind. Kein Wunder hat sich ‘Terminator’ Schwarzenegger in Kalifoirnien niedergelassen. Hier der Stolz der Schiffscrew von Redwood City:

 Direkt an Redwood City grenzt mehr oder weniger direkt Redwood Shores, eine Traumwelt zum Wohnen am Wasser (zumindestens auf den ersten Blick). Es gibt nur 2 Dinge, an die man sich in dieser Gegend gewoehnen muss:
Wenn ihr durch die Strassen geht, seid ihr die einzigen Menschen, die sich zeigen. Man sieht keinen Menschen, weder auf der Strasse noch auf einem Balkon, noch an einem Fenster. Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob das ganze Viertel wirklich eine Wohngegend ist oder ob es sich um irgendeinen Grossversuch eines militaerischen Projektes handelt. Andererseits habe ich schon von Kollegen gehoert habe, dass welche dort wohnen. Der zweite etwas gewoehnungsbeduerftige Sachverhalt ist, dass in einer Strasse alle Haeuser total gleich aussehen. Hier haben sie wohl an Architekturkosten gespart. Ohne die eigene Hausnummer zu kennen, hat man keine Chance sein Haeuschen wieder zu finden. Die Chance als Einbrecher verhaftet oder erschossen zu werden, ist nicht gerade gering. Zumindestens fuer neu Hinzugzogene. Vielleicht erklaert dies auch das erste Phaenomen, alle sind im besten Fall verhaftet, weill sie sich in der Haustuer geirrt haben.

Redwood Shores hat natuerlich auch ein wirkliches Problem. Es ist das Zentrum der dunklen Seite der Macht (zumindestens fuer alle die bei der SAP – den wirklichen Jedi-Rittern unserer Zeit – beschaeftigt sind). Wahrscheinlich ahnt ihr es bereits, welches Unternehmen hier seine dunklen Faeden spinnt. Nein es ist nicht die Aussenstelle des deutschen Finanzamts, es ist der Sitz von Oracle (zumindestens einige von euch wissen, worueber wir sprechen):

 Wie ihr seht, gibt es hier fuer jeden was. Und wenn es euch hier in Redwood City nicht ausreicht, dann koennen wir zumindestens eine Uebernachtung in Alcatraz anbieten. Dort naechtigten schon viele und manche konnten sich ueber Jahre gar nicht mehr davon trennen :-)

Also nun sollte es euch doch klargeworden sein, was ihr zu tun habt: Flug buchen, Schuhe & Schnorchel einpacken, Kreditkarte eingesteckt und hergeflogen!

Bis bald!

 

Wochenende in der Bay Area – Fuer jeden was dabei…

April 15, 2008

Nachdem wir waehrend der Woche die Moebel zurechtgerueckt, die Bilder aufgehaengt, abgehaengt und umgehaengt haben, lag das Wochenende unter einem Relax Motto. Unsere Nachbarn hatten jedoch ganz andere Plaene. Nach dem gemuetlichen Wochenend-Fruehstueck wollten wir noch einkaufen gehen, da wir fuer Sonntag die ‘German Community’ eingeladen hatten, unsere deutschen ‘Mit-Amerikaner’. Da wartete gleich die erste Ueberaschung auf uns, dass der Vorplatz unserer Garage inklusive der Vorgarten des Nachbars fuer eine ganz andere Form der amerikanischen Freizeitbeschaeftigung bereits genutzt war.

Das ganze nennt sich Yard Sale oder Garage Sale, abhaengig von der Gegebenheit. Eine uramerikanische Fruehform des lokalen ebay-Verkaufs. Kein Wunder wurde ebay hier erfunden und ist hier so erfolgreich. Das ganze spielt sich folgendermassen ab: Man sammelt allen moeglichen Kram in der Garage, so dass kein Auto mehr rein passt. Irgendwann nervt es so, dass niemand mehr einen Schritt in die Garage tun kann, dann wird zum ultimativen Show-Down gerufen. Ein Schild wird gemalt, an die Strasse gestellt und aller Kram rausgeraeumt, um die ausgehungerten Schnaeppchenjaeger mit neuem Stoff zu versorgen. Am Wochenende zieht diese Spezies dann suchend und lechzend durch die Strassen, um diese anfassbaren ebay-Tempel ausfindig zu machen und sich der Sammel- und Kauflust hinzugeben (man moechte ja nicht hinten anstehen und selbst auch ein solchen Event in naher Zukunft ausrichten). Dieser Kauf- und Verkaufsvirus (buy one and get one for free) macht weder vor Alter, noch Nationalitaet halt. Daher hatte sich unsere Nachbarin (wohnt im Geschoss ueber uns) gleich mit sportlichem Eifer daran gemacht, die potentiellen Kaeferhorden auf ihre Waren umzulenken.

 

 Auf diese unerwartete Herausforderung, war die andere Nachbarin nicht gefasst, ruestete nochmals nach und holte aus weiteren Untiefen ihres Hauses zusaetzlichen Kram, um die nach jederzeitigem Konsum Abhaengigen auf ihre Seite zu ziehen. Nachdem dieses Manoever nur sehr bedingt Erfolg hatte, war sie so niedergeschlagen, dass sie ihren Frust mit einer Flasche Bier in 30 Grad Hitze zu ertraenken versuchte. Was wiederum die Kaufwilligen freute, da ihr Verkaufseifer damit etwas gebrochen war (Take the whole box for just 5 bucks). Vielleicht war es auch nur eine wirklich sehr ausgefuchste Verkaufstaktik, die jahrelange Uebung voraussetzt, who knows :-)

 

Leider konnten wir diesem ueber alle Massen spannenden und sportlichen Wettkampf der Profis nicht weiterverfolgen, da wir noch einige Vorbereitungen fuer den Kaffeeklatsch am naechsten Tag machen mussten, was auch seine eigenen Tuecken in sich barg. Uta beschloss eine Tiramisu zu machen, um ein bischen liebgewonnenes italienisches Flair in den heissen kalifornischen Sonntagnachmittag zu bringen. Ein Rezept war gleich zur Hand und es klang eigentlich ganz einfach: Mascarpone oder alternativ Quark mit Creme fraiche, Zitrone, Eier, Weinbrand, Kakaopulver & Loeffelbiskuit. Also in den naechsten Grocery-Store (Supermarkt). Da war es dann, das Problem. Zitrone & Eier waren ja gleich gefunden. Mascarpone ist hier so unbekannt wie Eschelbronn oder Buende. Aber wir hatten ja einen Alternativplan Quark & Creme fraiche; soweit so gut, nur dies war auch nicht unbedingt eine grosse Hilfe. Es gibt hier zwar alle moeglichen Arten von Low fat cheese und aehnnlichem, aber Quark zu finden ist fast so schwer wie ein Edelweiss auf einer Bergtour. Die beste Naeherung war ein koerniger Frischkaese, den wir anschliessend mit dem Ruehrgeraet gezwungen haben, sich zu benehmen wie ein Quark :-) . Auch weiss ich jetzt, dass Loeffelbiskuit Lady fingers heisst (lag ja eigentlich nah…). Es war auf jeden Fall schon lustig bei der Zubereitung und die Gaeste sagten, es schmeckt interessant (was auch immer das heissen mag), wir fanden es schmeckt super (zumindestens fuer USA, ein italienisches ‘Entwicklungsland’ auf den ersten Blick).

Um nicht den ganzen Sonntag zu ‘vertroedeln’ sind wir dann gegen Spaetnachmittag noch nach San Francisco gefahren, um uns von der Hitzeschlacht (ueber 30 Grad im Schatten) wieder etwas abzukuehlen; die Moeglichkeiten hier in der Bay Area sind einfach klasse, vom Einkaufen italienischer Spezialitaeten mal abgesehen, aber wahrscheinlich muessen wir hierfuer noch Salvatores Im- & Exportladen entdecken…

In San Francisco fanden wir wettertechnisch eine andere Welt, mindestens 10 Grad kaelter und Nebel. Wir hielten es bisher fuer ein Maerchen, dass San Francisco im Sommer meistens im Nebel liegt, aber die Fakten sprachen eine eigene Sprache.

 Die Seehunde am Pier 39 sind dieses Wetter wohl gewohnt, sie kuschelten sich eng aneinander und genossen den Blick auf Alcatraz, naja man konnte es mehr erahnen unter einer Nebeldecke als wirklich sehen. Sie hatten eine muntere Unterhaltung, der wir jedoch aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse nicht richtig folgen konnten (sprechen amerikanische Seehunde anders als deutsche?….).

Uta versuchte dem Konzert zu lauschen und dachte wohl darueber nach, wieviele tolle Mauern wohl Alcatraz hat, die man beklettern koennte. Aufgrund der schlechten Sicht, konnte sie jedoch nicht richtig den Schwierigkeitsgrad ausmachen und ist wohl heute noch unschluessig, welche Hilfsmittel notwendig sind, fuer eine Besteigung. Viele der Insassen hatten wohl aehnliche Gedanken wie Uta, aber aus einem ganz anderen Beweggrund. Ihnen ging es in erster Linie um den Abstieg von der Mauer als um einen technisch perfekten Aufstieg…

San Francisco bietet fuer jeden etwas zum Traemen, zur Sehnsucht, zum Geniessen, zum Schauen und verbreitet gute Laune. Und das beste: es ist nur einen Katzensprung von uns weg (ok, nicht fuer jeden der es jetzt gerade liest, aber fuer jeden der uns besuchen kommt :-)   )

Bis bald!

 

 

 

Studentenleben ade – Container ist da!

April 10, 2008

Endlich ist es soweit! Nach monatelangem Wohnen in einer eher spartanisch moeblierten Wohnung, kam nun endlich der langersehnte Container mit unseren Moebeln und sonstigem privaten Kram, der jede Luftfrachtbegrenzung gesprengt haette. Wir konnten uns in den letzten Wochen wieder fuehlen wir vor vielen Jahren als Student. Hatte auch was, aber wir waren froh, dass ein Ende absehbar war. Morgens um 7.30 Uhr (sehr sehr spaet fuer einen californian workday) stand er vor unserer Tuer, der Truck mit dem Container.

 Endlich ist er da!

Der Container hatte ja auch in den letzten Wochen auf seiner langen Schiffsreise viel gesehen, nun war der Spass zu Ende, die Moebel mussten raus. Jedoch ist auch bei solchen Aktionen ein gewisser Stil gefragt, man goennt sich ja sonst nichts. Daher wurde in unserer Wohnung erst einmal der rote Teppich ausgerollt, um unser Stars, die Moebel, auch gebuehrend zu empfangen.

 

 Nun war Organisation gefragt, jeder bekam eine ‘tragende’ Rolle. Um festzustellen, ob sich einer unserer Stuehle oder Schraenke auf einer der schoenen Inseln waehrend der Reise auf und davon gemacht hat, wurde ein ‘Checker’ gesucht und auch schnell gefunden. Voraussetzung waren blaue Augen, blonde Haare und sonstige qualitative Kriterien. Ihr habt wahrscheinlich schon eine Idee, wer ausgewaehlt wurde. Falsch, alle Mexikaner fielen den harten Auswahlkriterien zum Opfer.

 

Die anderen machten sich unter dem kontrollierenden Auge des Checkers eifrig an das Auspacken, Reintragen, Aufbauen, Umstellen, Stapeln, nach Schrauben fahnden usw. Es hatte eine Art von Geschenke auspacken an Weihnachten: abschaetzen, was sich in der Verpackung wohl verbergen wuerde, auspacken, manchmal doch ueberrascht sein, was zum Vorschein kommt. Das Bild glich ein bischen einem ueberdimensionalen Ameisenhaufen mit nie endender Zufuhr von neuen Dingen in das Nest.

 

 Aber letzten Endes hat es doch alles sehr schnell geklappt und wir wohnen inzwischen wieder in einer richtigen Wohnung mit Bett, Sofa und Kuechentisch. Daher sind wir doch nicht sooo traurig, dass das Studentenleben wieder zu Ende ist.

Nun koennen wir das tolle kalifornische Wetter in vollen Zuegen geniessen. Und falls es mal doch schlecht sein sollte, haben wir ja eine eingerichtete Wohnung. Wieder eine ganz neue Erfahrung :-)

Uta hat auch sofort gefallen an ihrem neuen Heimarbeitsplatz gefunden. Es mangelt diesem Buero zwar an der typischen Ausstattung, aber zumindestens hat er Internetanschluss. Was braucht man mehr?

Man sieht, wie hart die Arbeit hier ist. Bis bald!

Die Baeume wachsen doch in den Himmel! – Sequoia National Park

April 2, 2008

Am Wochenende war es soweit. Die Wetterprognose war gut und unsere Abenteuerlust ungebrochen (wir muessen ja auch Uta’s lange Urlaubsliste der ‘Must See’ Orte abarbeiten :-) ). Ein erstes Ziel war auch schnell ausgemacht, der Sequoia National Park. Nachdem Uta ihre Frisur zurechtgerueckt hatte und das Auto gepackt war ging es auch schon los:

Uta Sequoia

Es ging hoeher und hoeher, Schilder zeigten schnell Hoehen von 4000, 5000 und 6000. Sind wir in Tibet gelandet? Nein, die Amerikaner haben als Hoehenmass Fuss und nicht Meter. Trotz alledem waren wir in einer von uns so nicht erwarteten Schneelandschaft. Die Schneemassen nahmen mehr und mehr zu, die Strassen waren jedoch frei. Man fuehlte sich in den Januar zurueckversetzt (die Vorhersage war 20 Grad, was jedoch in dieser Hoehe ‘leicht’ unterschritten wurde).

Chris Schnee

Mit unserem extremen Outdoor-Auto waren wir ja fuer alle Eventualitaeten geruestet. Jedoch hatten fast alle anderen Besucher eine andere Art von Auto gewaehlt. Na ja, man kann die Amerikaner nicht bei allem verstehen, wir hatten es in unserem Auto jedoch sehr kuschlig:

Auto

Es ist schon extrem beeindruckend, welche Riesenbaeume zu sehen sind. Sie sind die Hauptattraktion dieses Nationalparks. Man kommt sich neben ihnen unbedeutend und klein vor. Sie haben etwas majestaetisches. Viele von ihnen sind schon mehrere tausend Jahre alt, der aelteste den wir gesehen haben war ueber 2500 Jahre. Unglaublich!

Sequoia Tree

Es gibt viele Wanderwege, die um diese fantastischen Baeume herumfuehren. Sie wirken wie lebende Dinosaurier mit einer sehr speziellen Aura und Schoenheit. Man fuehlt sich in dieser Umgebung in eine andere Welt versetzt, in der alle Probleme ganz klein neben solchen Naturriesen wirken. Eine fast spirituelle Erfahrung. Und auch ein absolutes Must-See fuer alle, die uns doch sehr bald besuchen kommen. Es ist auch ein toller Hintergrund:

We and the trees

Direkt neben dem Sequoia National Park liegt der Kings Canyon mit seiner bizarren Landschaft aus Seen, Wasserfaellen und hohen Bergen. Hier konnten wir wegen des vielen Schnees keine ausgiebige Wanderung unternehmen, da ein Grossteil der Zufahrtswege noch gesperrt waren. Dies werden wir aber auf jeden Fall nachholen. Uta nutzte daher die Gelegenheit ihre Kletterkuenste an den Baeumen zu erproben (war doch klar, oder?):

Climbing Uta

Wie ihr seht, Kalifornien ist auf jeden Fall eine Reise wert :-)

Bis bald.

Angekommen

April 1, 2008

Nun ist es soweit, wir sind nun wirklich ‘temporaere’ Amerikaner. Wir haben eine gemuetliche Wohnung mit Garten in Redwood City gefunden (Redwood City liegt zwischen San Francisco & Palo Alto, weiss zwar jeder, aber fuer alle Faelle…).

‘Unser’ Haus

Momentan ist die Wohnung noch etwas leer, da unsere Moebel noch eine Seereise machen und sich die Welt anschauen :-) . Das Container Packen war bereits das erste Abenteuer.

Container

Unsere Wohnung liegt sehr zentral, wir haben gerade 10 min zu Fuss zu Downtown. Nach Angaben von Redwood City ist die Stadt ‘The ultimate best by government test’. Was will man mehr …

Redwood City

Morgens werden wir mit einem Blick auf eine hohe Palme daran erinnert, dass ein Sonnenstaat auch seine eigenen Vorteile hat.

Palme

Es bleibt spannend… Bis bald.