Endlich ist es soweit! Nach monatelangem Wohnen in einer eher spartanisch moeblierten Wohnung, kam nun endlich der langersehnte Container mit unseren Moebeln und sonstigem privaten Kram, der jede Luftfrachtbegrenzung gesprengt haette. Wir konnten uns in den letzten Wochen wieder fuehlen wir vor vielen Jahren als Student. Hatte auch was, aber wir waren froh, dass ein Ende absehbar war. Morgens um 7.30 Uhr (sehr sehr spaet fuer einen californian workday) stand er vor unserer Tuer, der Truck mit dem Container.
Der Container hatte ja auch in den letzten Wochen auf seiner langen Schiffsreise viel gesehen, nun war der Spass zu Ende, die Moebel mussten raus. Jedoch ist auch bei solchen Aktionen ein gewisser Stil gefragt, man goennt sich ja sonst nichts. Daher wurde in unserer Wohnung erst einmal der rote Teppich ausgerollt, um unser Stars, die Moebel, auch gebuehrend zu empfangen.
Nun war Organisation gefragt, jeder bekam eine ‘tragende’ Rolle. Um festzustellen, ob sich einer unserer Stuehle oder Schraenke auf einer der schoenen Inseln waehrend der Reise auf und davon gemacht hat, wurde ein ‘Checker’ gesucht und auch schnell gefunden. Voraussetzung waren blaue Augen, blonde Haare und sonstige qualitative Kriterien. Ihr habt wahrscheinlich schon eine Idee, wer ausgewaehlt wurde. Falsch, alle Mexikaner fielen den harten Auswahlkriterien zum Opfer.
Die anderen machten sich unter dem kontrollierenden Auge des Checkers eifrig an das Auspacken, Reintragen, Aufbauen, Umstellen, Stapeln, nach Schrauben fahnden usw. Es hatte eine Art von Geschenke auspacken an Weihnachten: abschaetzen, was sich in der Verpackung wohl verbergen wuerde, auspacken, manchmal doch ueberrascht sein, was zum Vorschein kommt. Das Bild glich ein bischen einem ueberdimensionalen Ameisenhaufen mit nie endender Zufuhr von neuen Dingen in das Nest.
Aber letzten Endes hat es doch alles sehr schnell geklappt und wir wohnen inzwischen wieder in einer richtigen Wohnung mit Bett, Sofa und Kuechentisch. Daher sind wir doch nicht sooo traurig, dass das Studentenleben wieder zu Ende ist.
Nun koennen wir das tolle kalifornische Wetter in vollen Zuegen geniessen. Und falls es mal doch schlecht sein sollte, haben wir ja eine eingerichtete Wohnung. Wieder eine ganz neue Erfahrung
Uta hat auch sofort gefallen an ihrem neuen Heimarbeitsplatz gefunden. Es mangelt diesem Buero zwar an der typischen Ausstattung, aber zumindestens hat er Internetanschluss. Was braucht man mehr?
Man sieht, wie hart die Arbeit hier ist. Bis bald!
Schlagworte: Redwood City






