Die letzten Tage waren wir etwas auf Entdeckungsreise in unserem kleinen Staedtchen – Redwood City – und haben dabei voellig unterschiedliches Flair entdeckt. Wir wollen euch mit solchen Highlights wie Einkaufszentrum oder Auffahrt zur Highway nicht langweilen, das findet ihr wieso als ‘must-see’ in jedem besseren Reisefuehrer (falls es gerade in euerem Reisefuehrer nicht zu finden ist, habt ihr euch mal wieder einen Ladenhueter aufschwatzen lassen
).
Ihr habt euch sicher schon gefragt, woher der Ort seinen Namen hat. Der Verdacht liegt nahe, dass sich die Indianer in einem Wald versammelt haben und nach langem Beraten und Feieren den Beschluss fassten, eine City an diesem schoenen Platz zu bauen (Red – Wood – City). Knapp daneben, aber trotzdem falsch. Ein Blick in unsere Strasse hilft euerer mueden Phantasie etwas auf die Spruenge (manchmal sieht man den Wald vor lauter Baeumen nicht …):
Es koennte bei dem Bild der Eindruck entstehen, dass es hier zwar Autos (oder auch was die Amerikaner darunter verstehen) gibt, aber nur Baeume und keine Haeuser. Stimmt die Geschichte mit den Indianern doch, und alle wohnen hier in Tipis? Ich sehe schon die Zahl der besuchswilligen in den einstelligen Bereich fallen, aber diese Angst ist voellig unbegruendet. Es gibt hier auch Haeuser! Na gut, qualitaetsmaessig sind diese nur sehr schwer mit deutscher Wertarbeit & Gruendlichkeit zu vergleichen, sie haben eher den Aufbau eines guten deutschen Gartenhauses. Hauptsache es sieht gut aus, die Amerikaner stehen mehr auf Marketing & Verpackung:
Nun aber zum Heart of the City. Die Stadtverwaltung hat sich den schoensten Platz in der Einkaufsstrasse ausgesucht. Ich denke der Buergermeister hat sich ein bischen wie ein kleiner Praesident gefuehlt und sich bei der Auswahl des Gebaeudes davon inspirieren lassen. Er wollte wohl keine Horden kaffee- oder sandwich-hungriger Touristen in den Gaengen haben, die das Gebaeude mit einem Starbucks Coffee oder McDonalds verwechseln. Das ist ihm auf jeden Fall gelungen:
Aber ‘unser’ Redwood City hat noch vieles mehr zu bieten. Es soll ja Interessierte unter euch geben, die dem Wassersport sehr zugewandt sind. Auch fuer diese Spezies haben wir einen Vorschlag. Wir sind dem Schild Port of Redwood City mehr oder wenig zielstrebig (‘Meinst Du wir sind noch richtig? Aber da stand doch ein Schild! Typisch Maenner, nur nicht fragen!’) gefolgt und haben das nautische Zentrum entdeckt. Es wimmelt hier von High-Tech-Schiffen, die den letzten Stand der Technologie in sich vereinigen und bei jeder einigermassen hochrangigen Regatta wie der Teufel gefuerchtet sind. Kein Wunder hat sich ‘Terminator’ Schwarzenegger in Kalifoirnien niedergelassen. Hier der Stolz der Schiffscrew von Redwood City:
Direkt an Redwood City grenzt mehr oder weniger direkt Redwood Shores, eine Traumwelt zum Wohnen am Wasser (zumindestens auf den ersten Blick). Es gibt nur 2 Dinge, an die man sich in dieser Gegend gewoehnen muss:
Wenn ihr durch die Strassen geht, seid ihr die einzigen Menschen, die sich zeigen. Man sieht keinen Menschen, weder auf der Strasse noch auf einem Balkon, noch an einem Fenster. Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob das ganze Viertel wirklich eine Wohngegend ist oder ob es sich um irgendeinen Grossversuch eines militaerischen Projektes handelt. Andererseits habe ich schon von Kollegen gehoert habe, dass welche dort wohnen. Der zweite etwas gewoehnungsbeduerftige Sachverhalt ist, dass in einer Strasse alle Haeuser total gleich aussehen. Hier haben sie wohl an Architekturkosten gespart. Ohne die eigene Hausnummer zu kennen, hat man keine Chance sein Haeuschen wieder zu finden. Die Chance als Einbrecher verhaftet oder erschossen zu werden, ist nicht gerade gering. Zumindestens fuer neu Hinzugzogene. Vielleicht erklaert dies auch das erste Phaenomen, alle sind im besten Fall verhaftet, weill sie sich in der Haustuer geirrt haben.
Redwood Shores hat natuerlich auch ein wirkliches Problem. Es ist das Zentrum der dunklen Seite der Macht (zumindestens fuer alle die bei der SAP – den wirklichen Jedi-Rittern unserer Zeit – beschaeftigt sind). Wahrscheinlich ahnt ihr es bereits, welches Unternehmen hier seine dunklen Faeden spinnt. Nein es ist nicht die Aussenstelle des deutschen Finanzamts, es ist der Sitz von Oracle (zumindestens einige von euch wissen, worueber wir sprechen):
Wie ihr seht, gibt es hier fuer jeden was. Und wenn es euch hier in Redwood City nicht ausreicht, dann koennen wir zumindestens eine Uebernachtung in Alcatraz anbieten. Dort naechtigten schon viele und manche konnten sich ueber Jahre gar nicht mehr davon trennen
Also nun sollte es euch doch klargeworden sein, was ihr zu tun habt: Flug buchen, Schuhe & Schnorchel einpacken, Kreditkarte eingesteckt und hergeflogen!
Bis bald!
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