Archiv für Mai 2008

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen – man weiß nie was man kriegt“ (Big Sur Teil 1)

Mai 31, 2008

Nach vielen euphorischen Erzaehlungen ueber die Kuestenstrasse in Richtung Sueden und den leuchtenden Augen der Erzaehler ueber Big Sur und die unberuehrte Natur, mussten wir dies auf eigene Faust erleben. Das erste Ziel war Monterey, die aelteste Stadt in Kalifornien (gegruendet 1770). Sie liegt direkt in der Monterey Bucht (irgendwie logisch) direkt an der Pazifikkueste. Monterey hat eine lange Historie als Fischereistadt mit aller Art von fischverarbeitender Industrie, die jedoch in den 50er Jahren wegen Ueberfischung ihren Kollaps erlitt. Sie praegt aber nach wie vor das Stadtbild und hat einen speziellen Charme. Daher lohnt sich auf jeden Fall ein Spaziergang durch die Cannery Row, in der frueher tausende Sardinen ihr oeliges und eingedostes Ende gefunden haben (keine Angst es riecht hier nicht mehr nach Fisch & Oel :-) ).

In dieser Strasse trifft man auch auf Forrest Gump, der die Lebensweisheiten seiner Mutter zum besten gibt in seiner unnachahmlichen Art: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen – man weiss nie was man kriegt“. Wem dieser Satz nichts sagt, der muss aber sofort Schuhe anziehen und in die naechste Videothek rennen (passt besser zum Film :-) ) und den Film Forrest Gump ausleihen (wie sollen wir jemals beim Pisatest besser abschneiden, tststs).

Forrest Gump lernt in seinen Kriegsjahren von seinem Freund Bubba Blue alles ueber das Shrimp fischen (zumindestens theoretisch), so dass er nach dem Kriegsende zusammen mit seinem Kriegsveteran Dan Taylor die Bubba Shrimp Inc. gruendet. Inspiriert von diesem Film hat die Bubba Gump nun ihre Wurzeln in Monterey geschlagen und man kann hier jede Art von leckeren Shrimp Gerichten versuchen.

Sehenswert ist auch Fisherman’s Wharf in Monterey. Hier finden sich eine Vielzahl von Fischrestaurants inmitten eines bunten Treibens von Touristen, Fischern und Seehunden. Fische werden hier fangfrisch zubereitet, was wirklich alle ziemlich gut finden (nicht nur die Gaeste der Restaurants):

Angezogen von bekannten singenden Toenen, die wir schon aus San Francisco kannten, sind wir in den schwimmenden Untergrund des Restaurants abgestiegen. Auf einer nassen, rutschigen und knarrenden Holztreppe ging es hinab, wie in den Bauch eines alten hoelzernen Kriegsschiffes. Auf einer kleinen Plattform hat hier eine kleine Kolonie von Seehunden ihr Domizil gefunden, ein wirklich hartes Los :-) .

In Monterey befindet sich ebenfalls das sehr beruehmte Monterey Bay Aquarium, das sehr sehenswert ist. Man findet hier alles vom Hai ueber Octopus bis zum Seeotter. Leider war aufgrund des Feiertags der Andrang zu gross, dass wir diesen Besuch verschoben haben. Wir werden sicher Monterey und die Kuestenstrasse einige weitere Male unsicher machen und dieses Highlight nachholen. Man will ja nicht dumm sterben…

Nun aber genug von der Stadt und raus in die Natur. Man faehrt nun die Kuestenstrasse entlang und hat immer wieder fantastische Blicke auf unberuehrte Landschaft (very dramatic views, wie der Amerikaner sagt):

Die Kuestenstrasse fuehrt einem nun weiter in Richtung Carmel, ein tolles kleines Doerfchen mit einem eigenen Charme. Hat man etwas Zeit, dann lohnt es sich hier ein bischen entlang zu schlendern. Carmel ist ein Anziehungspunkt fuer viele Kuenstler verschiedener Gattung: Clint Eastwood war hier Buergermeister von 1986-1988, Brad Pitt und Jennifer Aniston haben hier gewohnt, sowie Jack London (Autor) und Charles Schwab (Gruender der Charles Schwab Bank). Ich bin mir nicht sicher, welche Art von Gerichtsbarkeit Clint Eastwood inspiriert durch seine unzaehligen Westernfilme (haben wir schon wieder eine Wissensluecke entdeckt….) hier eingefuehrt hat, das wollten wir euch ueberlassen, dies herauszufinden. Wir muessen ja einige Abenteuer auch euch ueberlassen…

Direkt in Carmel beginnt auch der sogenannte 17-Miles-Drive, eine Rundfahrt mit dem Auto, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Ueber diese atemberaubende Rundfahrt und das Abenteuer einen Campingplatz zu finden sowie die Besonderheiten eines Walk-in campgrounds werden wir euch in Kuerze informieren. Also stay tuned, wie der Amerikaner sagt oder Fortsetzung folgt sehr bald.

Bis bald!

Yosemite

Mai 24, 2008

DER must-go Park in Californien mit seinen vielen rauschenden Wasserfaellen, km-hohen Felswaendern und dazwischen lieblichen Wiesen mit genuesslich fliessenden Baechen – er haelt allemal, was Reisefuehrer so hochtrabend fuer jeden versprechen! Auch nach langen Staustunden, da alle aus der Bay Area herauswollten und sich einen der netten Parks ausgesucht hatten, genossen wir die Aussciht in vollen Zuegen, als wir ins Valley herunterfuhren. Wunderschoene Wanderungen von 2h bis 14h sind moeglich. Alternativ kann man auch per Auto die Sehenswuerdigkeiten besuchen, und nur 200-1000 m bis zu unterschiedlichen Highlights laufen.  

Der Blick auf den beruehmten El Capitan fehlte natuerlich auch nicht (der Berg, fuer den sich beruehmte Kletterer die Haende in endlosen Rissen blutig reissen und i.A. mehrere Naechte in der Wand verbringen muessen). Wir haben seine Besteigung lieber nochmal fuer das naechste Mal gelassen:-)

Statt dessen haben wir uns an folgende Wand gewagt. Nein, trotz 28 Grad T-Shirtwetter errichte man nicht einfach die Wand, sondern musste sich – so zum Aufwaermen der Nerven – im Schnee Stufen schlagen um an die Wand zu kommen (man kann es auf dem Bild an der hellen steilen Spur erahnen):

Dann begann die wunderschoene Kletterei, mit Setzen der eigenen Sicherungen. Es gab nur Standhaken am Ende jeder Seillaenge. Ein Wochenende war natuerlich viel zu wenig zum Gewoehnen, aber genug um heiss drauf zu werden.

Oben ein grossartiges Panorama mitsamt dem beruehmten Half Dom als Belohnung:

Damit haben wir uns fuer den Abend ein ordentliches Essen verdient: Vom Costco – ein Mittelding zwischen Aldi mit seinen Soinderangeboten wie Zelten, Gartenpflanzen und Luefter die wir alle schon fleissig eingekauft haben, und Metro was die Mengen angeht. Dies war unsere Kaesepalette und die Grillwuerstchen; was man nicht sieht, ist dass Miro nur 1 Sechstel der Wuerstchenpackung in der Hand hat. Trotz allen Tourismus ist es immer noch sehr – sagen wir laendlich – auch wenn wir statt der viel besprochenen Baeren nur Rehe auf unserem Campingplatz zu Besuch hatten. 

Tip fuer Besucher:

Bucht Euch fruehzeitig ein Appartment (z.B. http://scenicwonders.com/rentals_loft.html) oder Campingplatz (http://jrabold.net/yosemite/campn.shtml). Campingplaetze mitten im Yosemite (Yosemite Valley, bei Curry Village) sind die voellig vergleichbaren Plaetze Upper Pines, Lower Pines und North Pines. Vom westlichen Parkeingang faehrt man 45 min bis ins Valley, vom suedlichen wahrscheinlich noch ein paar Minuten mehr.  Ihr solltet unbedingt zum Glacier Point fahren, von dem ein atemberaubender Blick das Tal zeigt. 
Ein geraeumiges 3-Personen Zelt haben wir Euch auch (klar im Costco) gekauft, es hat insgesamt 54 Dollar gekostet, die Kosten werden auf alle Besucher die es nutzen wollen, umgelegt. Buecher fuer Hikes haben wir hier, sodass Ihr sie Euch hier zum Planen anschauen koennt.

 
 
 
 
 
 
 
 

 

Lands End – San Franciscos gruene Seite

Mai 18, 2008

San Francisco ist anders als viele amerikanische Staedte und hat einen ganz besonderen Reiz. Sie ist wie eine ‘Bella Donna’, die jeden mit ihrer Anziehungskraft in ihren Bann zieht, sobald man in ihre Naehe kommt. Sie hat wie jede interessante Frau unterschiedlichste Seiten, die man erst ueber laengere Zeit entdeckt: die liebenswerte (mit den vielen Huegeln, Cable Cars, Strandhaeusern, Golden Gate Bridge), die verschwenderische (mit der Marina, Fishermans Wharf, den Piers), die geheimnisvolle (mit China Town und dem Japan Viertel), die offizielle (mit Market Street und Mission District) und die natuerliche Seite (Golden Gate Park, Presidio und Lands End). Aber genauso schwierig und lueckenhaft wie jede Beschreibung einer Traumfrau ist es, San Francisco zu erklaeren. Man muss sich verzaubern lassen, die Zeit vergessen, die Situation geniessen und sich freuen in diesem Augenblick genau hier zu sein. Ein Flirt mit dieser Stadt zaubert unweigerlich ein Laecheln auf das Gesicht dessen, der diese Schoenheit auf sich wirken laesst. Ein heisser Flirt, von dem man sich nur sehr schwer wieder trennen moechte… Na, endlich Lust, uns hier zu besuchen?

Lands End ist eine dieser gruenen Seelen von San Francisco, die man sehen sollte, wenn man einen Sinn fuer Landschaften hat. Fuer alle anderen bietet sich zumindestens ein toller Blick auf die Golden Gate Bridge. Man kann Lands End ueber einen ca. 3 Meilen langen Rundkurs bewandern, was wir eigentlich jedem empfehlen koennen. Am Beginn kurz hinter China Beach muss man ein bischen auf tieffliegende Golfbaelle achten, da sich direkt gegenueber ein Golfplatz fuer Anfaenger befindet. Hat man unbeschadet die ersten Meter hinter sich gebracht und die ersten Jogger freundlich mit einem Hi und einem Laecheln begruesst, gibt es am Eagle Point den ersten tollen Blick auf die Golden Gate Bridge:

Gegenueber befindet sich Marin Headlands und dazwischen der tolle blaue Ozean. Wir hatten uns dieses Mal fuer eine Tour in San Francisco richtig angezogen, d.h. auf jeden Fall Jacke oder Fleece dabei. Man wuerde es nicht glauben, aber es ist hier auch im Sommer kuehl. Viele der Jogger, die Lands End als ihre Trainingsstrecke nutzen, haben Handschuhe an. Naja, der normale Kalifornier war sicher noch nie im Januar bei -20 Grad in den Hoehen von Trois Vallees, aber das ist eine andere Geschichte… Auf jeden Fall mit T-Shirt und Shorts, wie der gemeine Tourist sich das vorstellt, zeigt die Schoene ihre kalte Schulter und blaest mit kuehlem Wind jede Vorstellung von Sommer und Waerme aus den Gliedern. Ihr wisst, die Launen einer schoenen Frau soll man nicht versuchen zu verstehen, sondern man sollte auf sie vorbereitet sein… Der Weg wechselt ab zwischen einem dichten Wald, der immer wieder seine ’sweet spots’ mit tollem Blick auf Kueste, Meer und andere natuerliche Schoenheiten freigibt:

Als naechsten Hoehepunkt kommt man an Sutro’s Bad, die Ruine einer ehemaligen Salzwasser-Schwimmhalle, die sich in die wilde Landschaft direkt integriert hat und einer groesseren Anzahl von Enten und Voegeln nun als privates Freibad dient.

Am Ende liegt das Cliffhouse, ein Restaurant mit direktem Meerblick an den Seal Rocks, an denen frueher die Seehunde ihr Domizil hatten. Inzwischen tummeln sie sich lieber am Fishermans Wharf und geben dort ihre Konzerte. Wahrscheinlich haben sie so mehr Zuhoerer und bekommen mehr Beifall, who knows…  Wer jetzt eine Ruhepause benoetigt, kann sich am Point Lobos an dem anschliessenden Ocean Beach erfrischen oder den Kitesurfern bei ihrem Treiben zuschauen. Bei entsprechenden Wellen sieht man auch Surfer, die die perfekte Welle suchen

Nun aber wieder zurueck ueber eine alternative Route. Die rauhe Landschaft, die sich auf diesem Weg zeigt, ist einfach unbeschreiblich schoen. Die Amerikaner beschreiben diesen Teil von San Francisco als ‘wild, beautiful, dramatic and incredible’. Was kann ich noch mehr sagen? Ein weiteres Bild sagt doch mehr als tausend Worte:

Wenn man bedenkt, dass man inmitten einer Grossstadt ist, sind diese Ausblicke noch umso beindruckender. Wenige Meilen vom Hummer und Seafood Grill am Fisherman’s Wharf ist man gefangen in der rauhen Schoenheit des Ozeans mit seinen Steilkuesten, wenige Meter entfernt vom Strandleben. Wer jetzt nicht ueberzeugt ist hierherzukommen, der verpasst was! Aber nicht vergessen, Jacke einpacken trotz kalifornischer Temperaturen. Ihr wollt euch doch nicht gleich auf dem ersten Ausflug als Tourist outen, oder?

Bis bald!

 

 

Bike oder Beach – mit sehr sehr viel Kondition auch beides!

Mai 10, 2008

Vor einigen Tagen haben wir wieder die Berge direkt ueber Redwood City mit dem Bike erkundet, Ziel war ueber die Kings Mountain Road zum Skyline Boulevard. Allein der Name Skyline Boulevard und die ‘dramatic bay views’ (wie der Amerikaner so schoen sagt) waren ein Grund, dass die Tour ein ‘Have to bike’ fuer uns war. Die Bikes gesattelt und los ging es. Zuerst durch ein huebsches Wohngebiet von Redwood City mit bewaldeten Alleen. Dann der Anstieg nach Woodside hoch zum ersten geschichtstraechtigen Punkt. Auf der Anhoehe befindet sich Buck’s Restaurant, ein wichtiger Treff fuer Venture-Capitalists, innovative Ideen, Spinner, Kuenstler, also fuer Leute wie Du und ich. Hier wurden schon viele Startups gegruendet oder finanziert, die heute weltweit bekannt sind. Es steht inmitten einer Siedlung, die auf den ersten Blick aussieht, wie eine Westernstadt, in der die Pferde Ausgangssperre haben. Steve Jobbs (Gruender von Apple) und Larry Ellison (Gruender von Oracle) wohnen hier in Woodside (nein nicht im Restaurant, noch koennen sie sich eine bescheidene Huette leisten).

Auf jeden Fall muesst ihr dort mal essen, wenn ihr hier seid, vielleicht habt ihr gerade eine tolle Idee und findet auch gleich einen Investor. Wenn nicht, dann war zumindestens das Essen gut. Aber wir hatten leider keine Zeit, da der Weg zum Himmel rief in Form des Skyline Boulevards. Also weiter nach oben, einen Gang runterschalten (‘verdammt ich bin ja schon im kleinsten’) und einen Zahn zulegen. Ein ganzes Stueck weiter mitten im Wald kommt man dann am Post Office von Woodside vorbei. Irgendwie hat man den Eindruck, man ist im wilden Westen gelandet (‘oh Mist wieder ausgeritten ohne den Colt dabei zu haben. Hoffentlich geht das gut!’).

Jetzt geht es die Serpentinen hoch (‘Nach der naechsten Kurve geht es sicher mal wieder ein Stueck runter. Ok nicht bei dieser, dann sicher bei der naechsten Kurve… Nicht jeder Wunsch wird hier erfuellt’ :-) ). Man schraubt sich immer weiter hoch mit einzigartigem Blick ueber die Bay-Area. Aber wie Konfuzius schon sagte, der Weg ist das Ziel (‘Wieso hat Uta denn immer so gute Laune, wenn es so extrem bergauf geht?’). Also geniessen wir den Anstieg weiter (‘Auf der Karte sah das gar nicht so lang und so steil aus.’). Irgendwann ist man dann auch schon oben, auf dem Skyline Boulevard. Nun gibt es prinzipiell 3 Moeglichkeiten. Den gleichen Weg zurueck (nur diesmal runterheizen, auch nicht schlecht!) oder ein laengeres Stueck auf dem Skyline entlang und dann in einem grossen Bogen wieder zurueck oder Richtung La Honda zum San Gregorio State Beach. Keine wirklich leichte Entscheidung. Die dritte Variante ist sicher die reizvollste, aber aeusserst heimtueckisch. Es geht zum Beach  ca. 16 Meilen fast nur runter und dann oeffnet sich das Gebirge und gibt diesen Blick frei:

Fuer die Eckis, Soerens oder Mathes unter euch, wahrscheinlich keine Ueberlegung. Runterfahren in den Pazifik springen und wieder zurueck, wo ist das Problem? Aber nach dem Plansch in den Wellen geht es dann die bereits bekannten 16 Meilen wieder hoch (mit dem Skyline Anstieg bereits in den Waderln). ‘Vorhin kam mir das gar nicht so lange vor’. Aber der Blick ist gigantisch, man fuehlt sich in einer anderen Welt, wie im Urlaub. Aber es ist ein sogenannter ‘Point of no return’, keine einfache Entscheidung. Wir verraten euch jetzt (noch) nicht, was wir gemacht haben :-) . Es war auf jeden Fall eine tolle Tour. Sieht man auch an Uta’s Gesichtsausdruck:

Bis bald.

Biken in der Bay Area

Mai 4, 2008

Wir waren ja von Anfang an von der Gegend begeistert. Dies steigert sich allerdings noch von Woche zu Woche, wenn wir neue Gebiete ausprobieren. Angefangen mit dem Arastradero Gebiet, 1 Meile von der Arbeit entfernt. Es ist ein relativ kleines aber wunderschoenes Gebiet, worin man sich nach der Arbeit austoben kann. Im Gegensatz zu den Vermutungen, Amis essen und reden nur von Taten, gibt es hier auch ein paar die sehr gut zum Sporteln zu gebrauchen sind: Man lernt sie sehr schnell kennen, sie sind unheimlich nett, interessieren sich dafuer woher wir kommen und was die Hauptunterschiede zu Deutschland sind. Ausserdem – ganz anders als die Vorurteile – melden sie sich von selbst in der Folgewoche wieder.

So wie wir auf dem Koenigstuhl in Heidelberg immer stehenblieben (auch nach dem 30. Mal) und ehrfuerchtig auf das Tal herunterschauten, so blicken wir nun gluecklich auf die Bay Area.

Achtung: Irgendwo wird dieser Artikel wahrscheinlich auf Grund seiner Laenge geteilt (aufgrund mehrfachen Wunsches viele Bike Bilder zu sehen), dann bitte nicht vergessen auf den Link zum Weiterlesen zu klicken.

Ein paar „Spielmoeglichkeiten“ in Sandkuhlen mit Steilabfahrten, kleinen Drops und Minispruengen gibt das Gebiet auch her, die vor allem Miro uns vielleicht noch etwas beibringen kann:

Und dann geht es wieder weiter durch einfach tolle Landschaft, immer auf Singletrails bleibend, von keinem Auto gestoert:

Das ist natuerlich nicht das einzige Eldorado. Zwischen Bay Area und Meer liegt ja unsere neue Heimat, Redwood City. Parallel zum Meer zieht sich ein 750 m hohes Gebirge, ueber das wir muessen, um zum kalten Wasser zu kommen. Ueber seinen Kamm fuehrt der sogenannte Skyline Boulevard, eine Strasse von San Francisco nach Santa Cruz. Rechts und links davon sind unzaehlige Trails mit wunderschoener Aussicht einerseits auf die Bay, andererseits auf die Brandung des Pazifik, aber da muss man erstmal hin kommen!

Doch – hinter Chris sieht man mit einer Lupe die von der Kamera unkenntlich gemachten Konturen der Bay Area, diesmal einige hundert Meter hoeher als bei Arastradero:-) Das erste Mal jedoch kamen wir dermassen geschafft auf dem Boulevard an, dass wir die Trails kaum noch geniessen konnten und sehr bald die Serpentinen nach Hause herunterrasten.

Da Nelli – ihr erinnert Euch – unsere liebe Omi-Nachbarin die den Garage-Sale gemacht hatte – uns einfach so ihren Radhalter geschenkt hat, konnten wir nun gemuetlich die halbe Autostunde zur landschaftlichen Skyline herauffahren und die Trails vollends geniessen:

Wir wurden mit atemberaubend schoenen Trails belohnt, die man sonst nur im Urlaub findet.