Nach vielen euphorischen Erzaehlungen ueber die Kuestenstrasse in Richtung Sueden und den leuchtenden Augen der Erzaehler ueber Big Sur und die unberuehrte Natur, mussten wir dies auf eigene Faust erleben. Das erste Ziel war Monterey, die aelteste Stadt in Kalifornien (gegruendet 1770). Sie liegt direkt in der Monterey Bucht (irgendwie logisch) direkt an der Pazifikkueste. Monterey hat eine lange Historie als Fischereistadt mit aller Art von fischverarbeitender Industrie, die jedoch in den 50er Jahren wegen Ueberfischung ihren Kollaps erlitt. Sie praegt aber nach wie vor das Stadtbild und hat einen speziellen Charme. Daher lohnt sich auf jeden Fall ein Spaziergang durch die Cannery Row, in der frueher tausende Sardinen ihr oeliges und eingedostes Ende gefunden haben (keine Angst es riecht hier nicht mehr nach Fisch & Oel
).
In dieser Strasse trifft man auch auf Forrest Gump, der die Lebensweisheiten seiner Mutter zum besten gibt in seiner unnachahmlichen Art: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen – man weiss nie was man kriegt“. Wem dieser Satz nichts sagt, der muss aber sofort Schuhe anziehen und in die naechste Videothek rennen (passt besser zum Film
) und den Film Forrest Gump ausleihen (wie sollen wir jemals beim Pisatest besser abschneiden, tststs).
Forrest Gump lernt in seinen Kriegsjahren von seinem Freund Bubba Blue alles ueber das Shrimp fischen (zumindestens theoretisch), so dass er nach dem Kriegsende zusammen mit seinem Kriegsveteran Dan Taylor die Bubba Shrimp Inc. gruendet. Inspiriert von diesem Film hat die Bubba Gump nun ihre Wurzeln in Monterey geschlagen und man kann hier jede Art von leckeren Shrimp Gerichten versuchen.
Sehenswert ist auch Fisherman’s Wharf in Monterey. Hier finden sich eine Vielzahl von Fischrestaurants inmitten eines bunten Treibens von Touristen, Fischern und Seehunden. Fische werden hier fangfrisch zubereitet, was wirklich alle ziemlich gut finden (nicht nur die Gaeste der Restaurants):
Angezogen von bekannten singenden Toenen, die wir schon aus San Francisco kannten, sind wir in den schwimmenden Untergrund des Restaurants abgestiegen. Auf einer nassen, rutschigen und knarrenden Holztreppe ging es hinab, wie in den Bauch eines alten hoelzernen Kriegsschiffes. Auf einer kleinen Plattform hat hier eine kleine Kolonie von Seehunden ihr Domizil gefunden, ein wirklich hartes Los
.
In Monterey befindet sich ebenfalls das sehr beruehmte Monterey Bay Aquarium, das sehr sehenswert ist. Man findet hier alles vom Hai ueber Octopus bis zum Seeotter. Leider war aufgrund des Feiertags der Andrang zu gross, dass wir diesen Besuch verschoben haben. Wir werden sicher Monterey und die Kuestenstrasse einige weitere Male unsicher machen und dieses Highlight nachholen. Man will ja nicht dumm sterben…
Nun aber genug von der Stadt und raus in die Natur. Man faehrt nun die Kuestenstrasse entlang und hat immer wieder fantastische Blicke auf unberuehrte Landschaft (very dramatic views, wie der Amerikaner sagt):
Die Kuestenstrasse fuehrt einem nun weiter in Richtung Carmel, ein tolles kleines Doerfchen mit einem eigenen Charme. Hat man etwas Zeit, dann lohnt es sich hier ein bischen entlang zu schlendern. Carmel ist ein Anziehungspunkt fuer viele Kuenstler verschiedener Gattung: Clint Eastwood war hier Buergermeister von 1986-1988, Brad Pitt und Jennifer Aniston haben hier gewohnt, sowie Jack London (Autor) und Charles Schwab (Gruender der Charles Schwab Bank). Ich bin mir nicht sicher, welche Art von Gerichtsbarkeit Clint Eastwood inspiriert durch seine unzaehligen Westernfilme (haben wir schon wieder eine Wissensluecke entdeckt….) hier eingefuehrt hat, das wollten wir euch ueberlassen, dies herauszufinden. Wir muessen ja einige Abenteuer auch euch ueberlassen…
Direkt in Carmel beginnt auch der sogenannte 17-Miles-Drive, eine Rundfahrt mit dem Auto, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Ueber diese atemberaubende Rundfahrt und das Abenteuer einen Campingplatz zu finden sowie die Besonderheiten eines Walk-in campgrounds werden wir euch in Kuerze informieren. Also stay tuned, wie der Amerikaner sagt oder Fortsetzung folgt sehr bald.
Bis bald!
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