Point Lobos Park – Big Sur Teil 4 und Ende dieses Trips, leider!

By chrisuti

So jetzt beginnt der Endspurt. Ihr konntet es wahrscheinlich gar nicht mehr erwarten, oder? Schon vor lauter Spannung die Fingernaegel angeknabbert? Endlich geht es weiter :-)  

Morgens war jetzt Zelt abbauen angesagt (macht eigentlich keinen richtigen Spass) und zusammenpacken. Aber erst einmal einen guten Kaffee und ein tolles Fruehstueck. Wir zauberten French Toast in verschiedenen Kreationen (ok, zumindestens war der Grundgedanke ein French Toast, der letzte hatte z.b. ein Cashewkern-Haeubchen), aber es schmeckte klasse. So gestaerkt gaben wir nun schlussendlich unseren hart erkaempften Campingplatz auf, sattelten die Huehner und auf ging es wieder Richtung Norden. Gut gelaunt fuhren wir die Kuestenstrasse entlang.

Kein Wunder, es gab tolles Wetter und eine traumhafte Landschaft. Unser erster Punkt war der Julia Pfeiffer Park and McWay Falls. Viele bezeichnen diese Stelle als eines der schoensten Flecken der Erde. Das konnten wir uns auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen. Also Auto geparkt und dem Trail gefolgt zur verheissenen Stelle. Das Bild, das sich dann bietet ist wirklich unbeschreiblich:

 

Der Reisefuehrer beschreibt es als die dramatische Land-Wasser Verbindung. Das ganze wird nach unten hermetisch abgeriegelt, man kann es von oben anschauen, aber nicht an den Strand hinuntergehen. Zwar einerseits sehr schade, aber andererseits wohl das Geheimnis, warum es noch so schoen aussieht. Also wenn ihr hier entlang kommt, auf jeden Fall stoppen, wenn ihr soviel landschaftliche ‘Dramatik’ sehen wollt.

Wir konnten uns wirklich nur sehr schwer von diesem Fleckchen Erde losreisen, es hatte etwas paradiesisches. Uta und Miro ueberlegten sich verschiedene Wege, um auf dem Wasserweg dieses Paradies zu entern; sie konnten sich nur nicht einigen, ob Seekajak oder Bodyboard das besser geeignete Gefaehrt ist. Aber das Betreten des Paradieses ist ja schon einmal schiefgegangen in der Geschichte der Menschheit… Also entschieden wir uns, das Glueck dieses Mal nicht herauszufordern, sondern blieben brav auf dem Weg.

Nun aber weiter, genug getraeumt von der einsamen Insel! Das naechste Highlight wartete schon in Form eines weiteren tolllen Parkes, genannt Point Lobos State Reserve. Der Park gehoert nicht zu den National Parks, daher ist hier nochmals eine Gebuehr faellig. Also wieder mal 10$ dem freundlichen Ranger gegeben und dafuer eine Karte bekommen. Point Lobos muesst ihr auf jeden Fall besuchen, es ist sehr beeindruckend, was man hier landschaftlich zu sehen bekommt. Ihr solltet schon etwa 3-4 h hierfuer einplanen, dies lohnt sich aber. Der amerkanische Way of doing ist, dass man von Parkplatz zu Parkplatz faehrt und aussteigt, um die unterschiedlichste Landschaftsbilder zu sehen. Man kann es aber ohne Probleme auch komplett zu Fuss machen, was eine nette Rundwanderung ist. Und ihr seid ja auch nicht zum Spass hier, das ist doch kein Ponyhof! Also nicht faul sein, eine Flasche Wasser und was zum Knabbern mitnehmen und los gehts.

Man kommt an den unterschiedlichsten Landschaften vorbei. Angefangen von weissen Straenden mit klarem Wasser, an denen man sich sogar teilweise hinlegen kann. Weiter geht es dann zu eher steinigen Kuesten mit vielen kleinen Steininseln, die oftmals von Voegeln oder Seehunden als Tummelplatz genutzt werden.

Es gibt natuerlich noch ganz andere wilde Tiere in diesem Park. Sich Ihnen zu naehern kostet einige Ueberwindung der inneren Angst. Es soll ja auch schon Tode gegeben haben. Ich habe dieses wilde Tier aus diesem Grund mit einem Blitzlicht ueberrascht und fast von seinem Platz gefegt. Naja der Ueberraschungsmoment war auf meiner Seite. Wahrscheinlich hat er in den naechsten Minuten nichts mehr gesehen und wir konnten uns in dieser Zeit in Sicherheit bringen ( :-) ).

Danach ging es weiter in einen sehr bewaldeten Bereich des Parks. Hier sieht man bizarre Baeume, die viele Klettertiere anziehen, um ihr Unwesen zu treiben und den Touristen auflauern. Sie erschrecken den Feind mit ihrem unerwarteten Knurren, um ihn in eine Angststarre zu versetzen und dann unerbittlich zuzuschlagen. Wehe dem, der in ihre Krallen kommt :-)

Immer wieder sieht man dann durch das Dickicht der Baeume die fantastische Seelandschaft, so dass man unvermittelt stehen bleibt und die Seeluft, die Farben und Bilder auf sich wirken laesst. Ein tolles Urlaubsgefuehl.

Folgt man dem Weg weiter, kommt man an ein altes Walfaengerhaeuschen, das einige der damaligen Utensilien ausgestellt hat. Es liegen einige Knochen von Grauwalen, die doch eine sehr beeindruckende Groesse haben. Es wirkt eher wie ein Skelett eines gestrandeten Dinosauriers. Wir konnten 2 der Walfaenger direkt vor den Knochen ablichten, diese eher scheuen Menschen sieht man sonst sehr selten:

Nun muessen wir leider wieder den Weg nach Hause antreten, aber fuer ein allerletztes Abschiedsbild hat es doch noch gereicht. Irgendwie habe ich das komische Gefuehl, dass Uta ein bischen Aehnlichkeit mit dem einen Walfaenger vor dem Haus hatte, oder?

Aber liegt wohl doch nur an der aehnlichen Kleidung. Auf jeden Fall war es ein toller Kurzurlaub. Wir werden sicher sowas bald wieder machen, damit es euch nicht langweilig wird. Ja so sind wir, opfern uns fuer euch! :-)

Bis bald

Praktische Reisetips fuer Besucher:

Von uns aus (Redwood City) koennt Ihr direkt nach Westen fahren und kommt nach einer halben bis dreiviertel Stunde zu einem sehr schoenen Kuestenstreifen. (Falls Ihr Lust habt, koennt Ihr zwischendurch bei I35  – Ihr erinnert Euch: Der Skyline Boulevard) einen netten Spaziergang oder Biketour einlegen). Entlang des Highway Number 1 bieten sich immer wieder Parkplaetze fuer Photos an, oder auch, sich an einem der Straende niederzulassen. Nach kurzer Zeit Autofahrt in Richtung Sueden kommt ‘Big Basin’, dort soll man sehr schoene Wanderungen machen koennen, von einem halben Tag bis zu 3 Tagen (das haben wir noch nicht ausprobieren koennen). Ohne Pausen denke ich sind es auf diesem Weg 1,5 Stunden von Redwood City bis Santa Cruz. Dort bieten sich ein Spziergang entlang der Standpromenade an, und ein kurzer Gang durch die Innenstadt: Santa Cruz’s Bevoelkerung scheint grossteils aus  Aussteigern zu bestehen, Geschaefte haben alternatvie Klamotten und Souvenirs, Ihr seht auch 45 Jahre alte Skateboardfahrer. Am Ende ist ein dicker Sandwich bei Subway angesagt (Chickenbreast ist zu empfehlen!). Die Weiterfahrt nach Monterey ist denke ich nur eine gute halbe Stunde, es kam uns jedenfalls so vor. Dort Fischerman’s Wharf und das Aquarium ansehen. Vielleicht erst das Aquarium (Forrest Gump nicht zu vergessen), dann kommt Ihr bei Fisherman’s Wharf mit etwas Glueck am Abend an und koennt dort in einem der sehr nett aufgemachten Restaurants zu Abend essen. Von November bis Mai kann man auch Walfahrten buchen. Ich schaetze dann ist langsam eine Uebernachtung angesagt. Am naechsten Tag koennt Ihr nach Carmel weiterfahren und dort durch das nette Staedtchen laufen. Anschliessend den 17 Miles drive entlang fahren, ausgiebig aussteigen! So nun kommt es drauf an, ob Ihr erst einen etwas steileren Hike die Kueste hoch macht oder erst Point Lobos anschaut. Ich wuerde mir Point Lobos evtl als Pointe bis zum Ende – z.B. auf der Rueckfahrt – aufsparen. Wie weit solltet Ihr an der Kueste nach Sueden fahren: Das kommt ganz darauf an, wie sehr Euch Autofahren nervt: Bis zum Mc Way Wasserfall im Julia Pfeiffer Burns Park zu fahren lohnt sich in jedem Fall (schaetzungsweise 1 h von Carmel, immer entlang toller Kueste!). Wenn Ihr die riesige Seeelefantenkolonie sehen wollt (extrem interessant aber lange Fahrt), muesst Ihr noch einmal von Julia Pfeiffer aus 1,5-2 h einkalkulieren. Ganz in der Naehe ist das Hearst Castle, dort sollte man Tour1 (von 4 Touren) buchen. Es soll gut sein, wir haben es ausgelassen, weil wir mehr als 2 Stunden haetten warten muessen, also vorbuchen falls Interesse!

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