Archiv für Juli 2008

Monument Valley – Steinskulpturen inmitten der Navajos (Sommerreise Teil 4)

Juli 31, 2008

Am naechsten Morgen mussten wir mal wieder die Zelte abbauen und alles Gepaeck in das Auto verladen (wie ich das liebe…) und dann ging es auch schon los in Richtung dem sagenumwobenen Monument Valley. Monument Valley befindet sich ebenfalls inmitten des Navajo Indianer Gebietes an der suedlichen Grenze zwischen Utah und Arizona. Es diente als Kulisse von einigen John Wayne und Clint Eastwood Western. Es ist bekannt fuer die von der Natur geformten Steinskulpturen, die ein Bildhauer kaum beeindruckender haette gestalten koennen.

Es fuehrt ein staubiger Rundweg um die einzelnen Skulpturen, die alle einen eigenen Namen besitzen (die indianischen Bezeichnungen moechte ich euch ersparen, da euere Navajo Sprachkenntnisse doch im besten Fall als unzureichend anzusehen sind :-) ). Man faehrt die ganze Zeit durch feinen roten Sand und bekommt wirklich tolle Bilder geboten. Mit einem kleinen bischen Phantasie sieht man Clint Eastwood mit lederbeschuerzten Hosen und Staubtuch zwischen diesen Steinriesen entlang reiten, gefolgt von einigen Indianern, die in dieser Gegend keinerlei Tarnung benoetigen, da sie Ton in Ton mit dem Sand und dem Gestein sind. Kleiner Baer gibt seinen Kriegern ein Zeichen, dass es gleich soweit sein wird. Die Krieger lauern in den Felswaenden und bereiten sich gerade darauf vor, den Hinterhalt zuschnappen zu lassen, als ploetzlich…. aber das ist eine andere Geschichte, die ihr besser im Kino oder noch besser direkt hier vor Ort verfolgen koennt :-)

Als wir gerade noch dieser Situation glimpflich entkommen sind, stiegen wir alle wieder in unseren Planwagen, nahmen einen Schluck aus den immer geringer werdenden Wasservorraeten und wagten uns weiter vor, gespannt, was gleich passieren wird. Aber wir waren dieses Mal gut vorbereitet. Wer weiss schon, wer und was sich hinter dem naechsten Grasbusch oder im Sand verbergen mag, ein gesundes Misstrauen hat hier schon so manchem den Hals gerettet. Wir hatten unsere schwarzen Schnellfeuerwaffen gezueckt und waren bereit einige Schuesse hintereinander ohne Gnade und Gesetz abzufeuern, um aus der Situation einigermassen unbeschadet herauszukommen (Nikon und Canon sei Dank fuer diese technischen Wunderwerke :-)   ).

Die Spaeher waren wohl so beeindruckt von der technischen Ueberlegenheit unser Schnellfeuerwaffen, das sie in ihren Verstecken blieben und sich nicht ruehrten. Somit konnten wir ungestoert unsere Reise fortsetzen, was zur ausgelassenen Freude der Mitreisenden gefuehrt hat, die zuvor mit dem schlimmsten rechneten oder war es nur die Vorstellung von Uta, welche tollen Kletterrouten sich in diesen Steinen verbergen und welche Routen besonders schwierig sind. Tja, wer kann sich schon damit ruehmen zu wissen, was in einem huebschen Frauenkopf so alles vor sich geht? Aber um sicherzugehen behielt Ecki seine Waffe im Anschlag, man kann ja nie wissen, was sich gleich noch zeigen wird :-)

Nach der erfolgreichen Umrundung dieser Steinriesen kehrten wir nochmals auf den Ausgangspunkt zurueck, um diese herrlichen Bilder in uns aufzusaugen. Muesst ihr auf jeden Fall auch erleben!

Da die Abendsonne nun ihre letzten Strahlen uns schickte, war es Zeit, eine Uebernachtung zu finden. Wir waren uns schnell einig, dass es mal wieder toll waere in einem richtigen Bett zu schlafen. Wir machten daher in einem gemuetlichen Motel in San Juan halt, das den Charme eines kleinen Westernhotels hatte, was nach diesen Erlebnissen sehr passend war. Nach dem Essen sassen wir dann noch ein bischen draussen, um den sehr warmen Abend des 4th of July zu geniessen. Leider war kein Feuerwerk in dieser verlassenen Gegend zu sehen, so dass Luzie sich genoetigt fuehlte ihr ueber viele Skiurlaube gerettetes Notfeuerwerk zu opfern. Dies bestand aus zwei paar Funkenregen, irgendwie hatte ich mir Feuerwerk am Nationalfeiertag etwas anders vorgestellt…. Aber als Belohnung hatten wir noch Melone, die wir nur noch zerteilen mussten. Ecki zueckte unser Brotmesser und machte sich ans Werk. Er hatte leider nicht beruecksichtigt, dass der Tisch aus Drahtgestell war und somit den Melonensaft nur sehr sehr unzureichend zurueckhielt, was einen sofortigen bunten Eindruck auf seiner neu angezogenen weissen kurzen Hode hinterliess. So hatte jeder seine eigene Freude an diesem Tag :-)

Morgen geht es dann weiter in Richtung Canyonlands National Park. Bis bald!

Lake Powell – oder ich baue mir einen See in der Wueste (Sommerreise Teil 3)

Juli 25, 2008

Nachdem wir am Grand Canyon unsere Zelte abgebrochen hatten, ging es nun weiter in Richtung Lake Powell. Lake Powell ist der zweitgroesste von Menschen errichtete See in den USA. Es wurde ein 255 Meter hoher Staudamm am Colorado River gebaut, der heute auch zur Stromerzeugung benutzt wird. Der See wurde dann ueber 17 Jahre aufgefuellt und hat heute ca. 30 km^3 an Wasserreserven. Gigantisch!

Seit dem Bau des Staudamms gibt es direkt am See auch eine Stadt namens Page, nahe der wir einen Campingplatz aufsuchten. Es ist jederzeit spuerbar, dass hier frueher reines Wuestengebiet war, da die Temperaturen genau diesen Vorstellungen entsprechen (zumindestens im Juli). Der Campingplatz lag etwas von dem See entfernt, so dass die Hoffnung auf ein kuehles Seelueftchen schnell begraben werden musste. Auch hatte der Campingplatz das kleine Manko, dass er nur wenig Baeume bieten konnte, die etwas Schatten spenden sollten. Aber wer erwartet denn schon Baeume in einer Wueste… Uta und Ecki verbrachten eine halbe Stunde damit, einen geeigneten Platz fuer die Zelte auszuwaehlen, was nicht ganz einfach war. „Der Platz hier hat zu wenig Schatten, dieser hier liegt zu nah am Wasserhahn, dieser ist zu nah an der Strasse, hier hat es bestimmt Ameisen, dieser ist zu schraeg, hier knallt die Sonne ab 6 Uhr aufs Zelt… also alles andere als einfach. Aber irgendwann wurde dann doch gemeinschaftlich ein Platz (mit Baeumen!) ausgewaehlt und der Zeltbau bei fast 40 Grad begonnen. Kaum hatten wir die Zelte aufgestellt, kam ein Auto mit 3 Maedels, die uns mitteilten, dass sie von der Campingplatz Rezeption genau diesen Platz zugewiesen bekommen hatten. Wir konnten sie jedoch schnell davon ueberzeugen, dass dies wohl ein Versehen war und verwiesen sie auf den naechstbesten Platz, was sie auch mehr oder weniger schnell annahmen. Puh, das ging gerade nochmal gut, denn keiner hatte auch nur die geringste Lust n dieser Hitze die gerade aufgestellten Zelte wieder umzuziehen. Die Nacht wurde leider bei Christian von einem technischen Defekt seiner sauteueren, hochtechnisierten Luxussupermatte von Mammut getruebt (ja liebe Marketingabteilung von Mammut, die Matte ist totaler Murks!!!!). Es gab einen lauten Knall und damit loeste sich eines der inneren Rueckhaltebaender in dieser Luftmatratze auf, was die Form zuerst leicht veraenderte. Nach und nach fanden dieses Geraeusch die umliegenden inneren Rueckhaltebaender so klasse, dass sie im Chor anstimmten, was jezt doch die Form der Matratze sehr in Mitleidenschaft zog. Die Matratze glich nach kurzer Zeit einer schwangeren Frau. Eine Form, die ein Schlaf darauf nur sehr eingeschraenkt zum wahren Genuss macht. Dies war schon innerhalb weniger Monate die zweite Matte, die diesen Schwangerschaftstod starb. Also alles raus, was der Koffer so an weichen Kleidungsstuecken in einem Sommerulaub in der Wueste hergibt und daraus ein Bett gebaut. ihr koennt euch vorstellen, dass hier einiges an Improvisierungstalent gefordert war. Da Uta leicht friert, konnte ihr Kofferinhalt nun auch mir gute Dienste leisten….

Am naechsten Morgen hatten wir uns ein besonderes Schmankerl vorgenommen. Wir besuchten den ersten der zwei Antelope Canyon. Dieser Canyon ist bekannt fuer sein Lichtspiel im inneren und liegt inmitten des Navajo-Indianergebietes nahe der Stadt Page. Man wird mit einem sandwuestentauglichen Transporter an den Eingang gefahren, um dann in den Canyon abzusteigen. Der Einstieg erfolgt ueber einen sehr schmalen Gang, was die erste Selektion vor allem fuer so manchen Amerikaner darstellt. Der Canyon wurde durch Wassermassen in den roten Sandstein gefraest. Waehrend des Monsunregens wird der Canyon auch sehr oft mit Wassermassen geflutet. Hin und wieder laesst eine Oeffnung das Tageslicht sanft in den Canyon fliessen, was eine tolle Athmosphaere in dem Canyon schafft.

 

Es gibt den Lower und den Upper Antelope Canyon. Beide sind sehenswert und wer ein Faible fuer Fotografie hat, wird sich hier wie im Paradies fuehlen. Rot in allen Toenen, weiche Sandsteinformen mit verschiedenem Lichteinfall, ein Eldorado fuer das Auge! Wem es in der Sonne nur zu heiss ist, findet diesen Canyon auch ziemlich klasse, da er erheblich kuehler ist als die Aussentemperatur. Also fuer jeden etwas. Es geht ueber Leitern auf und ab in dem Canyon, manchmal ist er mehrere Meter breit, dann wieder muss man sich zwischen 2 Sandsteinwaenden durchquetschen. Aber immer wird an der naechsten Rundung ein neues Bild und neue Lichtverhaeltnisse geboten. Vor allem der weniger touristische Lower Antelope Canyon bietet einige steile Leitern und Bruecken aus Stahlschienen, was den Abenteuergrad etwas erhoeht. Welcher Canyon ist schoener? Schwer zu sagen, einfach beide besuchen, wenn ihr Zeit dafuer habt. Fuer jeden muesst ihr etwa 1 – 1,5 h einrechen, aber das Licht in beiden Canyons werdet ihr so schnell nicht vergessen. Total empfehlenswert!

Ueber eine Metallleiter kommt man wieder aus dem geheimnisumwitterten Canyon nach oben heraus. Mit jeder Stufe nimmt die Temperatur einige Grad zu, es ist wie ein langsamer Gang zurueck in einen ueberdimensionalen Backofen. Steht man dann oben auf dem Canyon ist das Wuestenfeeling sofort wieder zurueck. Umgeben von einer gnadenlosen Hitze inmitten einer kargen Steinwueste, man fuehlt sich wie erschlagen (zu sehen am Gang und Gesichtsausdruck von Ecki im naechsten Bild :-) ). Steht man hier, kann man sich vorstellen, wie hart das Leben der Indianer hier im Sommer war. Die Bilder der Karl-May Filme bekommen hier eine ganz neue Perspektive sowie einen Hauch von Realismus (auch wenn diese Filme irgendwo ganz anders gedreht wurden).

Nun aber genug der Canyons fuer heute und zuruck zum See. Dieses kuenstlich geschaffene Nass innerhalb dieser Wueste ist an einem solchen Tag fast unbezahlbar. Wir haben uns eine huebsche Bucht gesucht, was an diesem tollen See nicht allzu schwierig ist. Bewaffnet mit Sonnenbrille, Hut, Sonnencreme (auf keinen Fall vergessen!) und dem besonderen Dessert einer Wassermelone sind wir ein Stueck zu der Bucht hinuntergewandert. Die Melone durfte sich dann auch im See abkuehlen, was sie auch dringend noetig hatte. 

Nachdem wir schweren Herzens nach einigen Stunden den See verlassen mussten, die Sonne forderte trotz der Abkuehlung im Wasser ihren Tribut , machten wir uns auf den Heimweg Richtung Campingplatz. Wir wurden zusaetzlich mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt, alles wurde in einen weichen romantischen roten Farbschleier gehuellt, was will man mehr. Im unteren Bild seht ihr nicht das Laecheln der Sonne, sondern Uta die den Sonnenuntergang geniesst. Also irgendwie doch vergleichbar mit einer strahlenden Sonne :-)

Morgen geht es dann weiter in Richtung Monument Valley, aber davon mehr in Kuerze.

Bis bald!

Grand Canyon – oder steter Tropfen … (Sommerreise Teil 2)

Juli 18, 2008

Nachdem wir nach einem kurzen Schlaf in unserer Luxussuite in Las Vegas wieder erwacht waren, machten wir uns auf, diese kuenstliche Wuestenstadt gegen die erste Naturschoenheit einzutauschen. Das Ziel war der Grand Canyon National Park in Arizona. Der Grand Canyon wurde innerhalb von 17 Millionen Jahren durch den Colorado River zu dem, was er heute ist (also muss sich keiner alt fuehlen, was sind schon ein paar Jahrzehnte gegen 17 Millionen Jahre). Der Grand Canyon ist ueber 450 km lang und an der tiefsten Stelle 1,6 km hoch (oder tief?), auf jeden Fall ein beeindruckender Krater. Hier kann man sehr gut sehen, was ein steter Tropfen in Millionen Jahren anrichten kann. Ok, es war nicht nur ein Tropfen, sondern gleich ein ganzer Fluss, aber das Ergebnis ist gewaltig :-)

Wir fuhren an den North Rim, der weniger touristisch als der South Rim ist, was aufgrund der anbrechenden Urlaubszeit ein guter Entschluss war. Der North Rim liegt auf etwa 2450 m, wovon man einen tollen Blick auf den Grand Canyon hat. Es lohnt sich am Bright Angel Point einen Halt zu machen. Es gibt hier die Grand Canyon Lodge, die einen genialen Blick ueber den Grand Canyon freigibt. Man kann hier auf der Terasse sitzen, einen Kaffee (naja den typischen amerikanischen Kaffee leider nur, kein Starbucks Coffeeshop weit und breit, aber wir sind ja im Urlaub, da stoert das GAR NICHT!!!) schluerfen und den Blick in die Tiefe schweifen lassen. Des weiteren hat es einige huebsche Aussichtspunkte, die von hier erreichbar sind und neue Perspektiven dieses Naturschauspiels zeigen.

Der Angel Point ist von dieser Lodge ueber einen kleinen Wanderweg von weniger als 1 km zu erreichen. Links und rechts kann man auf die roten Steinsmassen des Canyon hinabblicken. Die Hoehenluft auf fast 2500m verbunden mit den tiefen Kraterblicken hat auch auf jeden andere Auswirkungen. Die einen laufen auf allen vieren ueber die Wege, um nur nicht abzurutschen und genuegend Sauerstoff abzubekommen, die anderen haben einen Tunnelblick auf den Wanderweg und konzentrieren sich auf die 1m vor ihnen, um nur nicht in die Tiefe zu sehen. Und dann gibt es noch eine ganz besondere Gattung, die in dieser Hoehe zu Akrobatikkunstueckchen vor dem Abgrund sich hingezogen fuehlen :-)

Tja, ihr seht, es wird hier fuer jeden was geboten. Nachdem wir nun genug in die Tiefe gestarrt hatten, war es an der Zeit einen Campingplatz zu finden, die Zeit der aegyptischen Luxushotels war vorueber, es war jetzt Outdoor angesagt. Wir hatten auch bald was passendes gefunden und unsere 2 Zelte aufgestellt. Der Kocher und die anderen Utensilien waren auch schnell an Ort und Stelle installiert, so dass nun hoechste Zeit fuer ein erfrischendes Corona war (ok, so kuehl war es dann leider im Auto auch nicht mehr, dafuer hat es beim Oeffenen mehr geschaeumt). Wir kochten Nudeln mit Sosse, ein wirkliches Kontrastprogramm zum Essen in Las Vegas. Leider hatten wir kein Sieb zum Abschuetten und es kam wie es in einem schlechten Film kommen musste. Die Haelfte der Nudeln landete beim Abschuetten aus dem Topf ueber den Deckel mit einem Rutsch auf dem Boden, was zu einer Nudelabspuelaktion gefuehrt hat, auf die wirklich gar keiner Lust hatte. Aber was hilfts, es knirscht ein bischen beim Essen, aber ein guter Koch macht ja mit der Sosse alles wett. Sagt man zumindestens….

Am naechsten morgen war dann eine Wanderung hinunter in die Grand Canyon Schlucht auf dem Programm. Es war trotz der Hoehe immer noch sehr heiss. Wir machten uns nun wie eine Gruppe Goldgraeber auf der Suche nach ihrem Glueck auf den Weg. Es wurde auf mehreren Warnschildern darauf hingewiesen, dass man auf jeden Fall genuegend Wasser mitnehmen soll und auch den Rueckweg mit 2/3 der Zeit einkalkulieren muss. Denn bei dieser Wanderung laeuft man erst hinunter und dann den gleichen Weg wieder zurueck, nur diesmal zur Entspannung dann bergauf. Also entsprechend ausgeruestet mit Trinkrucksack, Sonnenbrille, Muetze und Wanderstoecken ging es los. Wir hatten auch tunlichst darauf geachtet, dass jeder von uns komplett andere Farben trug, man muss ja trotz allem Outdoor ein bischen auf Stil achten :-)

Der Weg schraubte sich serpentinenartig hinuter in Richtung Tal, durch steinerne Tunnels und vorbei an roten Gesteinsriesen. Es war gut, dass immer wieder die Sonne und Schatten sich abwechselten. In gewissen Zeitabstaenden musste man sich ganz eng an den Wegesrand druecken, da eine Gruppe von Moechtegerncowboys auf Maulpferden den Weg nach unten (und dann wieder nach oben) antraten. Faules Pack! Die Anfuehrer dieser Gruppen achteten tunlichst darauf, dass alle Wanderer fuer die Tiere gut sichtbar waren und sich keines erschreckt, da es wohl schon vorgekommen ist, dass bei einem Schreck das Tier eine recht ungesunde Abkuerzung mitsamt dem Reiter nach unten genommen hat. Da hilft dann auch der beste Cowboyhut nur noch sehr bedingt…

In den tieferen Ebenen dominiert dann immer mehr der rote Stein, der der ganzen Landschaft eine besondere Note gibt. Wir wurden auf unserem Weg nach unten auch noch von einem kurzen Abkuehlregen bedacht, man versuchte wirklich uns alles zu bieten. Dies hatte den Vorteil, dass es kurzfristig nicht ganz so heiss war. Nach einer kurzen Pause ging es dann den Weg wieder hoch, zurueck zum Ausgangspunkt.

Noch ein letztes Bild vom Canyon und unsere Reisegruppe konnte sich mit einem Servus in Richtung Campingplatz verabschieden. Nein, wir kochten an diesem Abend keinen Nudeln, sondern Reis. Das geht fast immer gut! Morgen machen wir uns dann auf den Weg zum Lake Powell, ein grosser See inmitten der Steinwueste zwischen Arizona und Utah. Also freut euch auf Uta in Utah! Natuerlich auch auf den Rest des Urlaubstrupps.

Bis bald!

Las Vegas – Startpunkt fuer unsere Sommerreise

Juli 15, 2008

Die letzten 2 Wochen war es in unserem Blog ein bischen still geworden, das wird sich nun wieder schlagartig aendern. Wir haben hierfuer auch eine gute Ausrede: wir haben auf uns das fast unertraegliche Los genommen und einige National Parks um Californien bereist. Ihr sollt ja hier nicht auf der faulen Haut liegen, sondern was erleben, aber immer der Reihe nach. Also schnell zum Kuehlschrank, ein frisches Getraenk geholt und los geht“s.

Wir starteten morgens unseren langen Ritt zuerst in Richtung Las Vegas. Je naeher wir dieser Metropole des Gluecksspiels kamen, umso mehr stieg das Thermometer an. Nicht aus Aufregung, sondern diese Stadt liegt inmitten der Wueste. Man fragt sich schon, wer diese Idee hatte. Es war wohl jemand, der sehr heiss auf das Zocken war. An der Stadtgrenze hatten wir die Aussentemperatur von 40 Grad weit ueberschritten, nur gut, dass unsere Klimaanlage tadellos funktionierte. Nach mehreren hundert Meilen Wuestensand taucht man ein in diese kuenstliche Traumwelt der Leuchtreklamen und Mottohotels. Der Kontrast zu der Mojavewueste rund um Las Vegas koennte krasser nicht sein. Wir hatten uns ein Hotel inmitten des Strips gemietet, das Luxor Hotel.

Den Profispielern unter euch ist dies wahrscheinlich sofort ein Begriff. Fuer die anderen eine kurze Erklaerung: Das Luxor ist einer aegyptischen Pyramide nachempfunden, aber keine Angst, man muss nicht in einer Grabkammer in einem Sakropharg schlafen, der mit einer schweren Steinplatte verschlossen wird. Soweit geht dann die Detailverliebtheit gluecklicherweise doch nicht :-) .  Also erst einmal aus dem Auto aussteigen und versuchen in dieser stehenden Hitze sich nicht zu fuehlen, wie ein Schneemann, der heute ein ganz schlechtes Los erwischt hat. Also schnell rein in den Kaltluft versprechenden Glueckstempel.

Alle Zimmer sind entlang der schraegen Aussenwaende untergebracht, was einen besonderen Reiz beim Fahrstuhlfahren ausmacht. Innen sind diese Hotels ebenfalls thematisch ansprechend aufgemacht, wenn man von den gleichartigen Spielhallen absieht. Aber dem Spieleifer der meisten Hotelgaeste ist es zu verdanken, dass diese Hotels recht guenstig sind. Also fuer alle, die Las Vegas als Ausgangspunkt oder Zwischenstation fuer den Urlaub nehmen moechten, einfach ans Internet setzen und sich in so einen Luxustempel fuer kleines Geld einmieten.

Wir machten uns dann in den Abendstunden daran, diese Stadt ein bischen mehr zu erkunden. Irgendwie liessen wir uns von der Klimaanlage zu dem Schluss verleiten, dass draussen nun ganz passable Temperaturen herrschen wuerden. Das Thermometer war auch wirklich auf einen Hauch unter 40 Grad gefallen und pendelte sich bis Mitternacht um die 35 Grad ein. Wer hat eigentlich die Story der kalten Wuestennaechte erfunden? Irgendwie haben sie die Klimatiker in Las Vegas irgendwie verpasst :-) . Die Stadt hat unzaehlige weitere Themenhotels, wie das New York, Paris oder auch Excalibur, was aussen ganz huebsch aussieht.

Was diese Stadt wohl alleine an Kuehlung und Beleuchtung pro Tag verbraucht, wuerde jedem Energieberater eine Lebensstellung sichern. Als wir so durch die Strasse schlenderten wurden wir am Broadway Hotel von einem etwas angenehmeren Klima ueberrascht, das seinen Grund in einem riesigen Kunstsee vor dem Hotel hatte. Hier wird in gewissen Zeitabstaenden eine Wassershow mit musikalischer Untermalung geboten, was ihr euch auf jeden Fall anschauen solltet, wirklich hochklassik.

Nach einer kurzen Pause am Bacchusbrunnen und dem ein oder anderen Kuehlgetraenk, war es dann auch schon 2 Uhr morgens, also wieder zurueck in das Hotel schleppen, morgen soll es ja dann in Richtung Grand Canyon weitergehen. Also sind euere Sorgen unbegruendet, dass die amerikanische Lebenskultur uns schon komplett umgewandelt hat und wir eine Woche bei Gluecksspiel, BigMac, Pizza und Pool verbringen. Dafuer sind die Outdoordinge viiiel zu spannend. Wir hatten uns fuer die Reise zwei Leidengenossen einfliegen lassen, zu viert ist es noch spannender. Lutzi und Ecki werden uns in die naechsten Nationalparks begleiten. Also dranbleiben, es wir wieder ein Mehrteiler, aber das kennt ihr ja schon :-)

Bis bald!