Monument Valley – Steinskulpturen inmitten der Navajos (Sommerreise Teil 4)

By chrisuti

Am naechsten Morgen mussten wir mal wieder die Zelte abbauen und alles Gepaeck in das Auto verladen (wie ich das liebe…) und dann ging es auch schon los in Richtung dem sagenumwobenen Monument Valley. Monument Valley befindet sich ebenfalls inmitten des Navajo Indianer Gebietes an der suedlichen Grenze zwischen Utah und Arizona. Es diente als Kulisse von einigen John Wayne und Clint Eastwood Western. Es ist bekannt fuer die von der Natur geformten Steinskulpturen, die ein Bildhauer kaum beeindruckender haette gestalten koennen.

Es fuehrt ein staubiger Rundweg um die einzelnen Skulpturen, die alle einen eigenen Namen besitzen (die indianischen Bezeichnungen moechte ich euch ersparen, da euere Navajo Sprachkenntnisse doch im besten Fall als unzureichend anzusehen sind :-) ). Man faehrt die ganze Zeit durch feinen roten Sand und bekommt wirklich tolle Bilder geboten. Mit einem kleinen bischen Phantasie sieht man Clint Eastwood mit lederbeschuerzten Hosen und Staubtuch zwischen diesen Steinriesen entlang reiten, gefolgt von einigen Indianern, die in dieser Gegend keinerlei Tarnung benoetigen, da sie Ton in Ton mit dem Sand und dem Gestein sind. Kleiner Baer gibt seinen Kriegern ein Zeichen, dass es gleich soweit sein wird. Die Krieger lauern in den Felswaenden und bereiten sich gerade darauf vor, den Hinterhalt zuschnappen zu lassen, als ploetzlich…. aber das ist eine andere Geschichte, die ihr besser im Kino oder noch besser direkt hier vor Ort verfolgen koennt :-)

Als wir gerade noch dieser Situation glimpflich entkommen sind, stiegen wir alle wieder in unseren Planwagen, nahmen einen Schluck aus den immer geringer werdenden Wasservorraeten und wagten uns weiter vor, gespannt, was gleich passieren wird. Aber wir waren dieses Mal gut vorbereitet. Wer weiss schon, wer und was sich hinter dem naechsten Grasbusch oder im Sand verbergen mag, ein gesundes Misstrauen hat hier schon so manchem den Hals gerettet. Wir hatten unsere schwarzen Schnellfeuerwaffen gezueckt und waren bereit einige Schuesse hintereinander ohne Gnade und Gesetz abzufeuern, um aus der Situation einigermassen unbeschadet herauszukommen (Nikon und Canon sei Dank fuer diese technischen Wunderwerke :-)   ).

Die Spaeher waren wohl so beeindruckt von der technischen Ueberlegenheit unser Schnellfeuerwaffen, das sie in ihren Verstecken blieben und sich nicht ruehrten. Somit konnten wir ungestoert unsere Reise fortsetzen, was zur ausgelassenen Freude der Mitreisenden gefuehrt hat, die zuvor mit dem schlimmsten rechneten oder war es nur die Vorstellung von Uta, welche tollen Kletterrouten sich in diesen Steinen verbergen und welche Routen besonders schwierig sind. Tja, wer kann sich schon damit ruehmen zu wissen, was in einem huebschen Frauenkopf so alles vor sich geht? Aber um sicherzugehen behielt Ecki seine Waffe im Anschlag, man kann ja nie wissen, was sich gleich noch zeigen wird :-)

Nach der erfolgreichen Umrundung dieser Steinriesen kehrten wir nochmals auf den Ausgangspunkt zurueck, um diese herrlichen Bilder in uns aufzusaugen. Muesst ihr auf jeden Fall auch erleben!

Da die Abendsonne nun ihre letzten Strahlen uns schickte, war es Zeit, eine Uebernachtung zu finden. Wir waren uns schnell einig, dass es mal wieder toll waere in einem richtigen Bett zu schlafen. Wir machten daher in einem gemuetlichen Motel in San Juan halt, das den Charme eines kleinen Westernhotels hatte, was nach diesen Erlebnissen sehr passend war. Nach dem Essen sassen wir dann noch ein bischen draussen, um den sehr warmen Abend des 4th of July zu geniessen. Leider war kein Feuerwerk in dieser verlassenen Gegend zu sehen, so dass Luzie sich genoetigt fuehlte ihr ueber viele Skiurlaube gerettetes Notfeuerwerk zu opfern. Dies bestand aus zwei paar Funkenregen, irgendwie hatte ich mir Feuerwerk am Nationalfeiertag etwas anders vorgestellt…. Aber als Belohnung hatten wir noch Melone, die wir nur noch zerteilen mussten. Ecki zueckte unser Brotmesser und machte sich ans Werk. Er hatte leider nicht beruecksichtigt, dass der Tisch aus Drahtgestell war und somit den Melonensaft nur sehr sehr unzureichend zurueckhielt, was einen sofortigen bunten Eindruck auf seiner neu angezogenen weissen kurzen Hode hinterliess. So hatte jeder seine eigene Freude an diesem Tag :-)

Morgen geht es dann weiter in Richtung Canyonlands National Park. Bis bald!

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