Archiv für Dezember 2008

Weihnachten in Redwood City – Orangenernte, platter Nikolaus & Schneemaenner auf Harleys

Dezember 24, 2008

Wir haben uns entschlossen, Weihnachten dieses Jahr in USA zu verbringen. Einmal muss man es ja erleben, was hier in USA so unter Weihnachten verstanden wird. Und wie ist es, werden einige nun ungeduldig fragen. Zuerst einmal ist das Wetter etwas anders als in Deutschland. Entweder es regnet den ganzen Tag (ok, das kennen wir auch aus Deutschland) oder man kann  im Dezember noch mit T-Shirt und kurzen Hosen im Garten liegen. Das hat schon etwas, nicht unbedingt das bekannte Weihnachtsfeeling, aber trotzdem nicht ganz schlecht. Ich muss zugeben, dass eine schoene Schneelandschaft stimmungstechnisch an Weihnachten nicht zu toppen ist, aber das gibt es ja leider auch nicht immer auf Bestellung. Seht selbst, das Bild habe ich am letzten Samstag gemacht.

Redwood City - Garten

Wie ihr leicht erkennen koennt, sind inzwischen auch unsere Orangen soweit, dass man an Ernte denken kann. Daher haben wir uns auch gleich ueber die erste Orangenernte aus heimischen Garten hergemacht, auf jeden Fall total biologisch und supergut.

Redwood City - Orangen

Aber nun zum eigentlichen Thema, Weihnachten in Redwood City. Wenn man hier tagsueber mit offenen Augen durch die Strassen faehrt, so sieht es in vielen Gaerten nach einem Amoklaeufer aus, der sich in einer Nacht- und Nebelaktion ueber alle Nikolaus, Schneemann und sonstige Figuren hergemacht und sie in einem Blutrausch hingemetzelt hat. Nicht wirklich weihnachtlich, aber alle liegen ziemlich platt in den Vorgaerten, leblose Huellen, herzzerreisend, furchterregend, Tragoedie, das FBI ermittelt bereits… Und sowas an Weihnachten, unglaublich.

Nikolaus platt

Auch den armen Pinguinen erging es nicht besser, sie waren einfach zu langsam und zu ungeschickt im Klettern und Verstecken…

Pinguin - platt

Muss dieses Jahr Weihnachten einem grossen Trauergottesdienst weichen? Wann wird dieser Irrsinnige endlich gefasst sein? Traut man sich trotz dieser offensichtlichen Greueltaten bei Dunkelheit, die bereits ab 17 Uhr einsetzt, aus dem Haus, so erscheint alles veraendert. Einige Engel haben das Drama beseitigt und die Haeuser erstrahlen in einem neuen Glanz und gleisendem Licht.

Redwood City - Christmas 1

Wie man es von Amerika erwartet, gibt es bei den Weihnachtspraesentationen im heimischen Vorgarten natuerlich auch entsprechende Ausrutscher, die voller Stolz ausgestellt werden. Schlittenfahrende Pinguine mit Nikolausmuetzen und einer Tweety-Flagge im Hintergrund (was diese mit Weihnachten zu tun hat, weiss wohl nur der belesene Vogelfreund)

Redwood City - Pinguine

Der Nikolaus auf der Harley darf natuerlich unter keinen Umstaenden fehlen, daher treibt er in vielen Vorgaerten sein Unwesen

Rewood City - Nikolaus mit Harley

An anderer Stelle winken jedem Spaziergaenger Schneemaenner in jeder Groesse und Form umringt von leuchtenden Rehen grinsend zu. Meistens tritt diese Spezies immer im Rudel auf, was sicher demnaechst in einem wichtigen verhaltenspsychologischen Forschungsprojekt naeher untersucht werden wird.

Redwood City - Schneemann

Es gibt natuerlich hier auch Mitbuerger, die zum neuen Jahr, den Blick in die Glaskugel bevorzugen. Da hier alles etwas groesser ist, ist auch die Glaskugel im Garten von beeindruckender Groesse, umringt von rot leuchtenden Bueschen und Rehen auf dem Dach. Also fuer jeden Geschmack und jede Vorliebe gibt es etwas Entsprechendes

Redwood City - Blick in Glaskugel

Wem die Harley mit Nikolaus zu wenig ist, auch dem kann geholfen werden. Fuer diese Mitbuerger gibt es das ultimative weihnachtliche Duo: Harley mit Beiwagen gefahren von Nikolaus und einem als Verbrecher getarnten Schneemann. Auch ein nettes Weihnachtsmotto…

Redwood City - Nikolaus + Schneemann

Wenn man genau hinsieht, entdeckt man neben all den schillernden Schneemaennern, Nikolaus, Pinguinen, Rehen auch einen schlichten Weihnachtsbaum, der in diesem Ensemble doch etwas Feierliches, Schoenes und Besinnliches hat. Nicht immer ist das Helle, Aufdingliche und Abgefahrene das wirklich Wertvolle, sondern das Einfache, Schlichte und Leise. In diesem Sinne wuenschen wir euch schoene Weihnachten, harmonische Stunden mit eueren Liebsten und einen Blick fuer das Wesentliche.

Redwood City - Weihnachtsbaum

Bis bald.

Lake Tahoe – Hikes um die blaue Perle

Dezember 24, 2008

Als wir vom Duschen zurueck kamen, wollten wir aufbrechen in Richtung der ersten Wanderung. Aber Rich war irgendwie vom Erdboden verschwunden. Hatte er sich nochmals in Richtung Michelangelobad aufgemacht? Nein, er hatte wieder einmal Bekannte getroffen, mit denen er spontan anfing, Musik zu machen.

Sierraville - Musiker

Rich holte daher schnell eine seiner Bongotrommeln, die er wohl ueberall mit in Urlaub nimmt, eine Art Kommunikationsbeschleuniger. Aber es war eine tolle Session, die den Tag auch wieder sehr speziell einlaeutete. Sierraville versprach weiterhin interessant zu bleiben.

Sierraville - Rich Bongo

Aber es half nichts, wenn wir noch eine Wanderung unternehmen wollten, mussten wir Rich jetzt loseisen, was uns nach 15 Minuten auch schon gelang. Also ins Auto und los ging es. Nein kein Halt an einem weiteren Fluss, sondern direkt an den Trailhead fuer unsere Wanderung. Vorbei an Skimasten, hoch hinauf auf den Berg in eine fantastische Bergwelt. Man merkt sofort, dass Lake Tahoe auch Skigebiet mit fabelhaften Ausblicken auch in Richtung See ist.

Lake Tahoe Hike Uta

Das Wetter war auch unglaublich gut, was den Spass an dieser Wanderung nochmals steigerte. Nicki hielt sich trotz ihrer Schwangerschaft im siebten Monat auf dieser Wanderung super gut und stellte so manchen nicht schwangeren Amerikaner in den Schatten. Die Wanderung schlaengelte sich serpentinenartig nach oben mit traumhaften Blicken auf die Natur.

Lake Tahoe - Chris

Von oben konnte man auch die Talstation und den gegenueberliegenden Lift sehr gut erkennen. Wir ueberlegten, wie toll es hier im Winter sein muss, die Piste herunterzufahren und dann den Blick von der Piste auf den See zu haben, sicher unglaublich. Aber auch im Sommer ist der Blick von oben auf den Lake Tahoe sehens- und geniessenswert.

Lake Tahoe

Alle waren sowohl von der Wanderung als auch von den Bildern, die sich hier boten extrem begeistert. Absolut empfehlenswert, wenn ihr am Lake Tahoe Urlaub macht. Ich denke es ist egal, ob Sommer oder Winter, die Lake Tahoe hat zu jeder Jahreszeit seinen Reiz.

Lake Tahoe - Uta Chris Nicki Rich

Also wieder den Abstieg angetreten, da wir auch zum Abschluss noch den See testen wollten. Ihr erinnert euch an den Fetisch von Rich :-) . Also runter und zum Strand gefahren. Das Wasser im See war doch sehr frisch, die Meinungen schwankten von 15 Grad bis 18 Grad, aber egal, auf jeden Fall extrem erfrischend. Rich musste auch sofort den Pfahl im Wasser testen und einen auf Tarzansprung machen. Aber wen wuerde dies nach dem Sierraville-Erlebnis noch wirklich wundern… :-)

 

Lake Tahoe - Strandpfahl

Bis bald.

Sierraville – Yoga, Taenzer, Schwefelbaeder + Michelangelokompositionen

Dezember 23, 2008

Am naechsten Morgen ging es weiter mit dem Ziel Sierraville, einem Geheimtip von Rich. Alle waren gespannt, wie abgespaced das wohl sein wuerde, da er uns schon darauf vorbereitet hatte, dass es dort ’somehow different’ sein wuerde. Wir sollten in unseren kuehnsten Vorstellungen nicht enttaeuscht werden :-) . Sierraville sollte uns als Ausgangspunkt fuer die Unternehmungen am Lake Tahoe dienen. Also alles eingepackt und los ging es. Was wir jedoch noch nicht ahnten war, dass Rich einer der groessten Fluss- und Seefetischist war, die dieser Planet kennt, und an jedem Tuempel halt machen wuerde, um ein 10 Minutenbad darin zu nehmen. Als wir ca. 15 Minuten unserer Reise hinter uns gebracht hatten, waren wir am ersten ‘must see + try’ Fluss angekommen. Der Fluss war sehr nett gelegen, aber mit dieser Frequenz wuerden wir etwa 1 Monat alleine fuer den Hinweg benoetigen. Also haben sich unsere Wasserratten in den Fluss gestuerzt, ich hatte beim Fruehstueck meine Kamera stehen lassen und musste nochmals zurueck, um sie zu holen. Kaum zurueck, waren die Wasserspiele schon in vollem Gang:

Serraville Flussbad

Kaum abgetrocknet, konnte der Zug nach Westen wieder Fahrt aufnehmen. Nach weiteren 20 Minuten, war das naechste Wasserhighlight erreicht, was wir unbedingt sehen mussten. Wir konnten Rich noch davon abhalten, wieder ein schnelles Bad zu nehmen, aber dafuer gab es andere Moeglichkeiten, sich auszutoben:

Serraville See

Also alle Kinder wieder in das Auto verpackt und weiter ging die Reise. Nach einer kurzen Fahrt waren wir in einem recht netten Dorf angekommen, was einen typisch amerikanischen Flair hatte. Hier gab es frueher eine Mine, daher war der Stop Pflicht und ausnahmsweise kein weiterer Plansch-Stop (wir hatten Rich zuvor ueberzeugt, dass wir nicht an jeder Flussbiegung anhalten koennen und ein Bad nehmen, was jedoch nicht ganz so einfach war :-) ).

Serraville - Minendorf

Da Sierraville nicht mehr sehr weit war, lag es nahe, nochmals zuvor eine Rast zu machen. Ihr werdet es schon ahnen, es gab einen weiteren See, den man unbedingt testen musste, da er so toll gelegen war und sich zum Schwimmen fast schon aufdraengte.

Serraville - See 2

Die Besuche an den anderen 13 Fluessen und Seen auf dem weiteren Hinweg ueberspringe ich mal. Ihr werdet es kaum glauben, aber wir haben es dann doch noch geschafft in Sierraville anzukommen. Ueber einen steinigen Weg ging es in Richtung Sierralodge, die etwas abgelegen von der Stadt liegt. Kaum angekommen, wurden wir von einer Gruppe von mehr oder weniger der Welt entrueckten Yogamenschen ‘empfangen’.

Sierralodge

Es fand an diesem Wochenende gerade ein Workshop Beruehren + Tanzen statt, was einen grossen Zuspruch hatte. Daher war das Hotel und der Campingplatz gut von diesen „Taenzern’ gefuellt. Also auf den Campingplatz und die Zelte aufgestellt. Umgeben von der Welt entrueckten ‘Mitbewohnern’ liessen wir es uns erst einmal gutgehen.

Sierraville - Camping

Wir hatten gerade zur Feier der getanen Arbeit, die ersten Biere aufgemacht, da kam Rich auf uns zu und erklaerte uns, dass Bier trinken hier nicht erwuenscht sei. Wenn wir nicht schon zuvor einige Schwaden suesslichen Rauches in die Nase bekommen haetten, dann haetten wir es wohl ernster genommen, aber so…

Sierraville Camping Uta

Etwa 200m von den Zelten entfernt, fand der angekuendigte Workshop statt, der in vollen Gange war. Schwebende tanzende Menschen, die sich umringen und mit weichen Bewegungen beruehren, sich uebereinander rollten, war das Kontrastprogramm zu unserer Unterhaltung. Jedem das Seine… Wir machten uns auf in Richtung Gemeinschaftskueche. Als wir durch den Speiseraum gingen, was eine Mischung aus alternativem Wohnzimmer und WG-Kueche war, wurden wir von singenden, tanzenden und diskutierenden Workshopteilnehmern eher abschaetzend begutachtet, da wir mit unserem Outfit nicht gerade auf einer Linie mit dem sonst vorherrschenden Batikdresscode waren. In der Gemeinschaftskueche war das vorherrschende Thema die Erfahrungen aus dem Tanzworkshop, was sich in den Bewegungen und den weichen Beruehrungen der Agierenden in der Kueche zeigten. Ein doch eher ungewohntes Bild, was man trotz der momentan vielen Kochsendungen eher selten zu Gesicht bekommt. Also Spaghetti vom Herd und raus hier, bevor es noch abgedrehter wird. Im Nebenraum umschlangen sich weitere dieser Menschen, rollten sich uebereinander, die wohl im heutigen Workshop noch nicht alles voll erfasst hatten und noch nachsitzen mussten. Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zum ersten der drei Baeder, die auf den warmen Quellen hier fussen.

Sierraville Bad

Die Baeder hatten hier die ganze Nacht durchgehend geoeffnet. Durch den runden Eingang hindurch kamen wir zum grossen Pool. Das Bild was sich hier bot, haette Michelangelo zu neuen Kunstwerken inspiriert. Es waren ca. 30 splitterfasernackte Maenner und Frauen in dem Bad, die ihre Koerper im Wasser uebereinanderrollten, sich ineinander verknoteten oder sonstige hautnahen Koerperfahrungen genossen. Nach einem Bad an dieser heilsamen Staette liefen wir beleuchtet vom Mond wieder in Richtung Campingplatz. Auf dieses Erlebnis mussten wir dann zuerst mal ein Bierchen trinken, was Rich wieder in eine Glaubenskrise stuerzte… Also setzten wir uns etwas abseits auf die Bank und hielten die Bierflaschen unter dem Tisch, wie Jugendliche, die in der Oeffentlichkeit noch nichts trinken duerfen. Wir hatten noch einen unglaublichen Spass, da dies natuerlich die Phantasie anregte und mit ein paar Bier die Geschichten immer lustiger wurden. Die Utensilien, die so mancher mit auf den Zeltplatz brachte, war auch sehr strange. Ein Paar hatte neben dem Zelt eine ausgewachsenen 2m Spiegel in seinem total vollgepackten Auto dabei, wofuer es diesen auch immer benoetigte… In der Nacht testeten wir noch ein weiteres kleines Schwefelbad, das in voller Dunkelheit lag. Man musste sich sehr gut merken, wo man die Klamotten hingelegt hatte, um diese nach dem Bad wiederzufinden. Dies war ein ganz tolles Erlebnis, da man in stockdunkler Nacht im warmen Schwefelbad sass und die Sterne beobachten konnte. Ein sehr intensives Gefuehl. Am morgen gingen wir in das Hauptgebaeude, da es nur dort Duschen gab. Vor der Dusche warteten Uta & ich, bis eine der beiden Duschen frei wurde. Da gesellte sich eine weitere junge Frau zu uns, die auch Duschen wollte. Sie hatte auch alles dabei, was man dafuer benoetigte, splitternackt bis auf Duschgel und ein kleines Handtuch, was sie um den Hals gelegt hatte. Auch eine nette Begegnung am fruehen Morgen, aber irgendwie normal hier :-)  Irgendwie scheint die Geschichte vom prueden Amerika noch nicht nach Sierraville durchgedrungen zu sein…

Bis bald.

Grass Valley – Musik, Hippies und gute Laune

Dezember 21, 2008

Wir fahren nach GrassValley und treffen uns mit Mathes & Nicki, erklaerte mir Uta ganz begeistert. Grass Valley, das klingt nach einem kleinen vertraeumten Ort, der sich dem suesslichen Genuss von Joints verschrieben hat und in dem der normale Alltag der Realitaet entrueckt ist. Dies waren die ersten Gedanken, die mir bei diesem Namen einfielen und ich malte mir ein von der Welt entschwebtes Staedtchen inmitten des Nichts vor, das wie eine Reinkarnation von Ashburry Heights mit Hippies aller Altersklassen wirken wuerde. So falsch lag ich dann mit meiner ersten Einschaetzung gar nicht. Aber eines nach dem anderen.

Kaum in Grass Valley eingetroffen, trafen wir uns mit mit den beiden, die sich bei dem Cousin von Mathes einquartiert hatten. Rich arbeitet hier als Chiropraktiker in einem vertaeumten Haeuschen, was man nicht so ohne weiteres als eine serioese Gesundheitspraxis erkennen wuerde. Ein weisses Holzhaeuschen inmitten einem riesigen etwas heruntergekommenen Garten, das den leidenden Patienten mit einer weissen Taube und einer Peaceflagge willkommen heisst. Der letzte Anstrich war auch schon einige Jahre vorbei und das Wohnmobil vor dem Haus, diente eher als Geruempelkammer als einem Urlaubsmobil. Da wir nicht wegen irgendwelcher Rueckenleiden hergekommen sind, ging es gleich auf Tour hinein in das wirkliche Leben. Aus allen Ecken klangen Fetzen von unterschiedlicher Musik und in Batik gekleidete Menschen jeder Altersgruppe schwebten gutgelaunt durch die Strassen. Es gab hier eine Art Strassenfest aber mit einem klaren Fokus auf Musik, Essen & Uebersinnliches.

Grassvalley Musiker

Was sehr auffaellig ist, dass sich hier alle zu kennen scheinen und auch dass alle gute Laune haben. Lag es an der Musik, an der Sonne oder an den Dingen, die man hier in fluessiger oder rauchender Art zu sich nahm? Egal, aber es hatte einen Charme, dem man sich nur schwer entziehen konnte. Es gab so ziemlich jede Art von Musikinstrumenten zu hoeren und zu kaufen, die man bei Interesse auch sofort vorgefuehrt bekam:

Grassvalley Musikinstrumente

Nachdem wir uns an einem der Staende mit einer Art Kebab, das nach Zusicherung der Verkaeuferin mit viel Liebe und nur mit biologischen und gluecklichen Zutaten zubereitet wurde, gestaerkt hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem Dessert. Uta und Nicki fielen dabei gleich einem Eisverkaeufer zum Opfer, der Ihnen ein Bailey-Eis angeboten hatte. Welche Frau kann dabei schon Nein sagen? Verzueckt von diesm kulinarischen Highlight schlenderten wir weiter durch die Strasse und kamen an einem Chiropraktikerstand vorbei. Dabei stellte sich heraus, dass Rich, der uns begeleitete, einen Stand hier hatte, was er wohl voellig vergessen hatte. Es hatte sich trotzdem jemand gefunden, der den Stand schon seit Stunden betreute und den interessierten Besuchern wohl auch was ueber ciropraktische Heilmethoden erzaehlen konnte (soweit die optimistische Interpretation :-) ). Also wie alles hier, sehr professionell und bierernst. Rich musste dann zumindestens den Bekannten abloesen und die lezte halbe Stunde SEINEN Stand selbst betreuen. Wir spazierten weiter in Richtung einer Band, deren Musik uns magisch anzog. Es war eine Art suedamerikanischer Salsamusik, die viele begabte und weniger begabte Taenzer in ihren Bann zog.

Grassvalley Band

 Kaum standen wir hier einige Minuten, kam auch schon der erste an, der sich fuer uns interessierte und alles moegliche wissen wollte. Nach einem kurzen Gespraech entfuehrte er Nicki zum Salsatanzen, was ihre grosse Leidenschaft ist. Die naechste halbe Stunde waren die 2 dann auf der Tanzflaeche verschwunden. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, und es war sehr bald jedem Betrachter klar, wer bei diesem Paar tanzen konnte iund wer nicht. Als Mathes nach wenigen Minuten auftauchte und fragte: ‘Wo ist denn meine Nicki?’ war er sichtlich froh, dass sich jemand gefunden hatte, dem es augenscheinlich enormen Spass machte, Salsa zu tanzen und er mit seinem Bewegungstalent heute Abend nicht heralten musste. Nachdem die Staende geschlossen hatten, kam dann auch Rich wieder und schleppte uns in eine Kneipe, in dem ein Bekannter von ihm Musik machte. irgendwie kennt hier jeder jeden oder zumindestens fast alle den Rich.

Nicki, Mathes & Rich

Die Kneipe war wohl der Treffpunkt von allen, die um diese Stunde noch nicht nach Hause wollten. Gaeste jeden Alters tranken hier noch das ein oder andere Bier und unterhielten sich gutgelaunt. Eine Miniausgabe der Gipsy Kings heizte das Publikum ein und war neben dem Singen damit beschaeftigt sich bei allen kommenden und gehenden Frauen mit Kuessen zu verabschieden bzw. diese zu begruessen. Irgendwie auch kein schlechter Job :-) . Gehoert wohl hier dazu, alles sehr sympathisch, wobei der Saenger nicht unbedingt als der fotogene Star zu beschreiben war, aber die Musik war klasse.

Grassvalley Kneipenmusiker

Das war schon mal ein gelungener Auftakt unseres Besuches und die Reise hatte ja gerade erst begonnen. Es versprach noch sehr interessant zu werden, was dann auch in jeder Beziehung zutraf. Eine in jeder Richtung inspierierender Urlaub, aber dazu mehr in Kuerze. Auf jeden Fall hatten wir jetzt schon viel Spass. Prost!

Grassvalley Uta

Bis bald!