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Bike oder Beach – mit sehr sehr viel Kondition auch beides!

Mai 10, 2008

Vor einigen Tagen haben wir wieder die Berge direkt ueber Redwood City mit dem Bike erkundet, Ziel war ueber die Kings Mountain Road zum Skyline Boulevard. Allein der Name Skyline Boulevard und die ‘dramatic bay views’ (wie der Amerikaner so schoen sagt) waren ein Grund, dass die Tour ein ‘Have to bike’ fuer uns war. Die Bikes gesattelt und los ging es. Zuerst durch ein huebsches Wohngebiet von Redwood City mit bewaldeten Alleen. Dann der Anstieg nach Woodside hoch zum ersten geschichtstraechtigen Punkt. Auf der Anhoehe befindet sich Buck’s Restaurant, ein wichtiger Treff fuer Venture-Capitalists, innovative Ideen, Spinner, Kuenstler, also fuer Leute wie Du und ich. Hier wurden schon viele Startups gegruendet oder finanziert, die heute weltweit bekannt sind. Es steht inmitten einer Siedlung, die auf den ersten Blick aussieht, wie eine Westernstadt, in der die Pferde Ausgangssperre haben. Steve Jobbs (Gruender von Apple) und Larry Ellison (Gruender von Oracle) wohnen hier in Woodside (nein nicht im Restaurant, noch koennen sie sich eine bescheidene Huette leisten).

Auf jeden Fall muesst ihr dort mal essen, wenn ihr hier seid, vielleicht habt ihr gerade eine tolle Idee und findet auch gleich einen Investor. Wenn nicht, dann war zumindestens das Essen gut. Aber wir hatten leider keine Zeit, da der Weg zum Himmel rief in Form des Skyline Boulevards. Also weiter nach oben, einen Gang runterschalten (‘verdammt ich bin ja schon im kleinsten’) und einen Zahn zulegen. Ein ganzes Stueck weiter mitten im Wald kommt man dann am Post Office von Woodside vorbei. Irgendwie hat man den Eindruck, man ist im wilden Westen gelandet (‘oh Mist wieder ausgeritten ohne den Colt dabei zu haben. Hoffentlich geht das gut!’).

Jetzt geht es die Serpentinen hoch (‘Nach der naechsten Kurve geht es sicher mal wieder ein Stueck runter. Ok nicht bei dieser, dann sicher bei der naechsten Kurve… Nicht jeder Wunsch wird hier erfuellt’ :-) ). Man schraubt sich immer weiter hoch mit einzigartigem Blick ueber die Bay-Area. Aber wie Konfuzius schon sagte, der Weg ist das Ziel (‘Wieso hat Uta denn immer so gute Laune, wenn es so extrem bergauf geht?’). Also geniessen wir den Anstieg weiter (‘Auf der Karte sah das gar nicht so lang und so steil aus.’). Irgendwann ist man dann auch schon oben, auf dem Skyline Boulevard. Nun gibt es prinzipiell 3 Moeglichkeiten. Den gleichen Weg zurueck (nur diesmal runterheizen, auch nicht schlecht!) oder ein laengeres Stueck auf dem Skyline entlang und dann in einem grossen Bogen wieder zurueck oder Richtung La Honda zum San Gregorio State Beach. Keine wirklich leichte Entscheidung. Die dritte Variante ist sicher die reizvollste, aber aeusserst heimtueckisch. Es geht zum Beach  ca. 16 Meilen fast nur runter und dann oeffnet sich das Gebirge und gibt diesen Blick frei:

Fuer die Eckis, Soerens oder Mathes unter euch, wahrscheinlich keine Ueberlegung. Runterfahren in den Pazifik springen und wieder zurueck, wo ist das Problem? Aber nach dem Plansch in den Wellen geht es dann die bereits bekannten 16 Meilen wieder hoch (mit dem Skyline Anstieg bereits in den Waderln). ‘Vorhin kam mir das gar nicht so lange vor’. Aber der Blick ist gigantisch, man fuehlt sich in einer anderen Welt, wie im Urlaub. Aber es ist ein sogenannter ‘Point of no return’, keine einfache Entscheidung. Wir verraten euch jetzt (noch) nicht, was wir gemacht haben :-) . Es war auf jeden Fall eine tolle Tour. Sieht man auch an Uta’s Gesichtsausdruck:

Bis bald.

Biken in der Bay Area

Mai 4, 2008

Wir waren ja von Anfang an von der Gegend begeistert. Dies steigert sich allerdings noch von Woche zu Woche, wenn wir neue Gebiete ausprobieren. Angefangen mit dem Arastradero Gebiet, 1 Meile von der Arbeit entfernt. Es ist ein relativ kleines aber wunderschoenes Gebiet, worin man sich nach der Arbeit austoben kann. Im Gegensatz zu den Vermutungen, Amis essen und reden nur von Taten, gibt es hier auch ein paar die sehr gut zum Sporteln zu gebrauchen sind: Man lernt sie sehr schnell kennen, sie sind unheimlich nett, interessieren sich dafuer woher wir kommen und was die Hauptunterschiede zu Deutschland sind. Ausserdem – ganz anders als die Vorurteile – melden sie sich von selbst in der Folgewoche wieder.

So wie wir auf dem Koenigstuhl in Heidelberg immer stehenblieben (auch nach dem 30. Mal) und ehrfuerchtig auf das Tal herunterschauten, so blicken wir nun gluecklich auf die Bay Area.

Achtung: Irgendwo wird dieser Artikel wahrscheinlich auf Grund seiner Laenge geteilt (aufgrund mehrfachen Wunsches viele Bike Bilder zu sehen), dann bitte nicht vergessen auf den Link zum Weiterlesen zu klicken.

Ein paar „Spielmoeglichkeiten“ in Sandkuhlen mit Steilabfahrten, kleinen Drops und Minispruengen gibt das Gebiet auch her, die vor allem Miro uns vielleicht noch etwas beibringen kann:

Und dann geht es wieder weiter durch einfach tolle Landschaft, immer auf Singletrails bleibend, von keinem Auto gestoert:

Das ist natuerlich nicht das einzige Eldorado. Zwischen Bay Area und Meer liegt ja unsere neue Heimat, Redwood City. Parallel zum Meer zieht sich ein 750 m hohes Gebirge, ueber das wir muessen, um zum kalten Wasser zu kommen. Ueber seinen Kamm fuehrt der sogenannte Skyline Boulevard, eine Strasse von San Francisco nach Santa Cruz. Rechts und links davon sind unzaehlige Trails mit wunderschoener Aussicht einerseits auf die Bay, andererseits auf die Brandung des Pazifik, aber da muss man erstmal hin kommen!

Doch – hinter Chris sieht man mit einer Lupe die von der Kamera unkenntlich gemachten Konturen der Bay Area, diesmal einige hundert Meter hoeher als bei Arastradero:-) Das erste Mal jedoch kamen wir dermassen geschafft auf dem Boulevard an, dass wir die Trails kaum noch geniessen konnten und sehr bald die Serpentinen nach Hause herunterrasten.

Da Nelli – ihr erinnert Euch – unsere liebe Omi-Nachbarin die den Garage-Sale gemacht hatte – uns einfach so ihren Radhalter geschenkt hat, konnten wir nun gemuetlich die halbe Autostunde zur landschaftlichen Skyline herauffahren und die Trails vollends geniessen:

Wir wurden mit atemberaubend schoenen Trails belohnt, die man sonst nur im Urlaub findet.